Der Kurs von Solana (SOL) bewegt sich derzeit ruhig, aber konstant nach oben. Am Donnerstag lag er bei rund 172 US-Dollar – ein solider Wert, vor allem wenn man bedenkt, dass die Entscheidung über den geplanten Spot-ETF auf SOL durch die US-Börsenaufsicht SEC erneut verschoben wurde. Trotzdem nimmt das Interesse an Solana weiter zu – besonders auf Seiten institutioneller Investoren.

Zwei Milliarden-Initiativen stärken das Vertrauen in Solana

Gleich zwei börsennotierte Unternehmen haben in dieser Woche ihre Unterstützung für das Solana-Ökosystem angekündigt – und zwar nicht mit kleinen Beträgen. Den Anfang macht DeFi Development Corp, die ein neues Projekt im Bereich Liquid Staking Tokens (LST) startet. Ziel ist es, die hauseigene SOL-Treasury effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Aktivitäten als Validator auf dem Netzwerk auszubauen.

Im Mittelpunkt steht der Token dfdvSOL, der die Anteile von gestaktem SOL bei DeFi Dev Corp repräsentiert. Der Vorteil solcher LSTs: Anleger können ihre SOL staken und bekommen gleichzeitig ein handelbares Pendant dafür – so bleibt man liquide und profitiert trotzdem von den Staking-Rewards. Die Idee ist nicht neu, aber in dieser Größenordnung durchaus bemerkenswert.

„Mit dfdvSOL schaffen wir neue Wege, unsere Validatoren zu stärken und gleichzeitig unsere SOL-Bestände zu erhöhen“, sagt CIO Parker White. „Gleichzeitig festigen wir unsere Rolle als langfristiger Teil der Solana-Community.“

Parallel dazu hat SOL Strategies, ein in Kanada gelistetes Unternehmen, einen vorläufigen Börsenprospekt bei den kanadischen Aufsichtsbehörden eingereicht. Ziel: 1 Milliarde US-Dollar innerhalb der nächsten zwei Jahre einzusammeln. Das Kapital soll in Infrastrukturprojekte rund um das Solana-Netzwerk fließen – auch wenn es noch keinen konkreten Plan gibt, wie genau die Mittel ausgegeben werden sollen. Die Emission soll über verschiedene Finanzinstrumente wie Aktien, Warrants und andere Wertpapiere erfolgen.

Bemerkenswert ist, dass beide Initiativen zu einem Zeitpunkt kommen, an dem die SEC die Entscheidung über einen Spot-ETF auf Solana erneut vertagt hat – diesmal bis Oktober. Und das unter der aktuellen US-Regierung unter Präsident Donald Trump, deren Haltung gegenüber Krypto alles andere als vorhersehbar ist. Trotz dieser Unsicherheiten zeigt sich: Institutionelle Investoren halten an Solana fest.

Charttechnisch weiter auf Kurs – aber Vorsicht bei kurzfristigen Signalen

Technisch betrachtet bewegt sich Solana weiter in einem intakten Aufwärtstrend. Der Kurs hält sich stabil über der psychologisch wichtigen Marke von 170 US-Dollar. Seit dem Rücksetzer Anfang April, als der Kurs kurzzeitig auf 95,30 US-Dollar fiel, hat sich ein klarer Aufwärtskanal gebildet.

SOL

Aktuell liegt Solana über allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Die 200-Tage-EMA (Exponentieller gleitender Durchschnitt) bietet Unterstützung bei rund 163,58 US-Dollar. Noch näher dran: die 100- und 50-Tage-EMA, die sich im Bereich um 160 US-Dollar treffen. Diese Zone könnte sich als kurzfristiger Auffangbereich erweisen, falls es zu einem Rücksetzer kommt. Bleibt der Kurs über diesen Marken, ist auch ein weiterer Anstieg in Richtung 200 US-Dollar gut denkbar.

Aber nicht alle Signale sprechen für eine unmittelbare Fortsetzung der Rallye. Der MACD-Indikator (Moving Average Convergence Divergence) hat am 18. Mai ein Verkaufssignal geliefert – die blaue MACD-Linie ist unter die rote Signallinie gerutscht. Das spricht dafür, dass der Markt kurzfristig eher auf Verkauf als auf Kauf gepolt ist.

Auch der Relative-Stärke-Index (RSI) macht aktuell einen schwächeren Eindruck. Nachdem er kürzlich noch im überkauften Bereich (über 70) lag, nähert er sich inzwischen der neutralen 50er-Marke. Fällt er darunter, könnte das ein Hinweis sein, dass die Verkäufer vorerst das Ruder übernehmen.

Wichtige Unterstützungsmarken finden sich – neben den EMAs – bei 140 US-Dollar, einem Bereich, der Anfang Mai bereits erfolgreich getestet wurde. Darunter würde das Tief vom 7. April bei 95,30 US-Dollar als nächste Haltelinie ins Spiel kommen.

Fazit

Auch wenn die Entscheidung über den Spot-ETF auf Solana weiter auf sich warten lässt, zeigen die aktuellen Entwicklungen eine klare Richtung: Das Vertrauen institutioneller Investoren in die Zukunft des Netzwerks ist stark. Mit DeFi Development Corp und SOL Strategies stellen sich gleich zwei börsennotierte Unternehmen klar hinter Solana – und das mit einem Finanzvolumen im Milliardenbereich.

Technisch sieht es ebenfalls stabil aus – auch wenn kurzfristige Korrekturen nicht ausgeschlossen sind. Wer also langfristig an Solana glaubt, findet aktuell ein spannendes Setup: ein solides Fundament, steigendes institutionelles Interesse und ein Kurs, der sich über entscheidenden Unterstützungen hält.

Der nächste große Test? Die Zone um 200 US-Dollar. Und ob es so weit kommt, dürfte auch davon abhängen, wie viel Schwung die nächsten Wochen mitbringen – auf dem Chart wie auch im regulatorischen Umfeld.


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