Solana (SOL) hat sich am Mittwoch um 3 % erholt und damit eine dreitägige Verlustserie gestoppt. Die Kryptomärkte reagierten positiv auf die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Zinsen nicht weiter zu senken. Besonders bemerkenswert: Die Entwicklung im Derivatemarkt zeigt, dass Investoren mit hohem Hebel auf steigende Kurse setzen. Das spricht für weiteres Aufwärtspotenzial.
Solana steigt wieder über 230 US-Dollar – Fed-Entscheidung sorgt für Entlastung
Nach einem schwierigen Wochenstart mit einem Verlust von 11,4 % konnte sich Solana am Mittwoch stabilisieren. Die Entscheidung der Fed, die Zinssätze nicht weiter zu senken, hat risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen gestärkt. Bitcoin profitierte besonders, nachdem die tschechische Zentralbank angekündigt hatte, BTC als Teil ihrer Reservestrategie zu kaufen. Auch Chainlink erhielt Aufwind – angetrieben von Spekulationen über Donald Trumps zunehmende Krypto-Unterstützung.

Solana folgte diesem positiven Trend. Die Kryptowährung startete den Handelstag bei 227 US-Dollar, stieg kurzzeitig auf 238 US-Dollar und stabilisierte sich zuletzt bei etwa 232 US-Dollar. Nach drei Tagen mit massiven Verlusten könnte dies ein erster Hinweis auf eine Trendwende sein.
Investoren setzen mit 200 Millionen US-Dollar auf steigende Kurse
Dass Solana die 230-Dollar-Marke zurückerobert hat, könnte ein Zeichen für eine Bodenbildung sein. Noch interessanter ist jedoch, was sich im Derivatemarkt abspielt. Die aktuellen Daten zeigen, dass Trader verstärkt auf gehebelte Long-Positionen setzen und damit auf weiter steigende Kurse spekulieren.
Daten von Coinglass zeigen eine deutliche Verschiebung im Markt:
- Long-Positionen auf Solana übersteigen inzwischen 212 Millionen US-Dollar
- Short-Positionen liegen dagegen nur bei 106 Millionen US-Dollar
- Damit entfallen rund 66,7 % aller gehebelten Positionen auf Long-Trades

Ein derartiges Ungleichgewicht spricht für eine klare bullische Tendenz. Oftmals führt eine solche Marktstruktur dazu, dass Market Maker den Kurs weiter nach oben treiben, um Short-Positionen auszulösen. Das könnte zusätzlichen Kaufdruck erzeugen und Solana in Richtung 250 US-Dollar katapultieren.
Wie sieht die weitere Kursentwicklung aus?
Auch aus technischer Sicht gibt es Anzeichen für eine Fortsetzung der Erholung.
- Falling Wedge Breakout: Das bullische Muster bleibt trotz der jüngsten Korrektur intakt
- Bollinger Bänder: Der Kurs testet aktuell die Unterstützung bei 226,60 US-Dollar, ein häufig genutzter Wiedereinstiegspunkt für Käufer
- Accumulation/Distribution Line (ADL): Mit einem Wert von 1.592,87 signalisiert der Indikator, dass trotz des jüngsten Verkaufsdrucks weiterhin starkes Kaufinteresse besteht
Solange Solana über 226 US-Dollar bleibt, ist ein erneuter Anstieg in Richtung 250 US-Dollar möglich. Sollte dieser Widerstand überwunden werden, wäre der nächste Zielbereich bei 281 US-Dollar, dem oberen Bollinger Band.

Sollte Solana allerdings unter 222 US-Dollar fallen, könnte das eine erneute Abwärtsbewegung auslösen. Die nächste größere Unterstützung liegt dann erst bei 184 US-Dollar.
Fazit
Die aktuelle Entwicklung spricht für eine mögliche Erholung. Die Kombination aus aggressiven Long-Positionen, technischer Unterstützung und einer positiven Marktstimmung nach der Fed-Entscheidung gibt Solana Auftrieb.
Eine nachhaltige Stabilisierung über 226 US-Dollar könnte die Tür für eine Bewegung in Richtung 250 US-Dollaröffnen. Falls das Kaufinteresse weiter steigt, wären auch neue Jahreshochs nicht ausgeschlossen.
Noch sind Risiken vorhanden, insbesondere falls der Kurs unter 222 US-Dollar fällt. Doch wenn sich die aktuelle Marktstimmung hält, könnte Solana bald wieder deutlich höher stehen.
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