• Der CEO von Robinhood, Vlad Tenev, kritisierte die restriktive Kryptopolitik Großbritanniens und verglich sie mit reguliertem Glücksspiel.
  • Die Besorgnis über die Abhängigkeit vom Kryptowährungshandel wächst, da eine beträchtliche Anzahl von Händlern den Handel mit Glücksspiel in Verbindung bringt.
  • Tenev will Robinhood zu einem globalen Finanzriesen machen und beginnt mit der Expansion in Großbritannien.

Der CEO von Robinhood, Vlad Tenev, kritisierte die britischen Politiker und bezeichnete ihren Ansatz zum Handel mit Kryptowährungen im Vergleich zum regulierten Glücksspiel als „rückwärtsgewandt“.

In einem Interview mit der Times, das am Sonntag veröffentlicht wurde, sprach sich Tenev für die individuelle Autonomie bei Handelsentscheidungen aus und wies Bedenken über eine mögliche Sucht bei jungen Krypto-Händlern zurück.

„Ich denke, Menschen sollten tun dürfen, was sie wollen. Aber auf politischer Ebene finde ich es seltsam, dass man sagt: 'Glücksspiel wird weitergehen, aber mit Kryptowährungen und Margin-Handel haben wir plötzlich ein Problem'. Das erscheint mir einfach rückwärtsgewandt“, sagte Tenev. Der Manager sagte, er sei überrascht, „wie viel größer“ das Glücksspiel in Großbritannien im Vergleich zu Amerika sei. „Man kann sich fast an jeder Straßenecke hinsetzen und Sportwetten abschließen“, fügte er hinzu.

Diese Kommentare folgen auf Forderungen nach einer strengeren Regulierung von Kryptowährungsplattformen. In diesem Jahr sagte Amanda Pritchard, Geschäftsführerin des NHS, dass die Zahl der jungen Männer, die wegen ihrer Abhängigkeit von Kryptowährungen Hilfe suchen, steigt. Pritchard forderte strengere Maßnahmen, um die mit Investitionen in Kryptowährungen verbundenen Risiken zu mindern.

Sind Kryptowährungen die Zukunft des Glücksspiels?

Kryptowährungen wie Bitcoin werden aufgrund ihrer Unberechenbarkeit und extremen Preisschwankungen oft mit Glücksspiel verglichen. Die volatilen Kursschwankungen digitaler Vermögenswerte bieten die Chance auf hohe Gewinne, bergen aber auch das Risiko großer finanzieller Verluste - ein Muster, das nach Ansicht einiger Experten dem des Glücksspiels ähnelt.

Laut einer Studie der University of Calgary betrachten 40 % der Besitzer von Kryptowährungen den Handel mit Kryptowährungen als Glücksspiel, da sie sich des Risikos und der Höhe der Einsätze bewusst sind. Während eine ähnliche Anzahl von Befragten (42%) den Kryptowährungshandel nicht als Glücksspiel betrachtet, werfen die Ergebnisse aktuelle Debatten über die Notwendigkeit strengerer Regeln für Kryptowährungen auf.

Robinhood sieht Großbritannien als Plattform für internationale Expansion

In dem Interview sagte Vladimir Tenev, dass er Robinhood zu einer globalen Finanzmacht wie JP Morgan machen wolle. Seine Strategie umfasse die Verwaltung verschiedener Finanzdienstleistungen, von kleinen Bitcoin-Transaktionen bis hin zu Rentenkonten und KI-gesteuerter Finanzplanung. Großbritannien wird der Ausgangspunkt für diese Expansion sein.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge scheint die britische Regierung bereit zu sein, auf die wachsende Attraktivität der Kryptoindustrie zu reagieren. Das Finanzministerium plant, Stablecoins und Staking-Dienste gesetzlich zu regulieren, um Unternehmen in diesem Sektor anzuziehen - zu einer Zeit, in der die Europäische Union kurz vor der vollständigen Umsetzung ihres MiCA-Rahmens steht und die USA unter der bevorstehenden Präsidentschaft von Donald Trump eine kryptofreundlichere Haltung einnehmen könnten.

Es wird erwartet, dass britische Beamte noch in diesem Monat Regeln für die Kryptoindustrie einführen werden, so der Bericht.


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