Nach dem Kursrutsch in der Vorwoche hat sich Ripple (XRP) wieder etwas gefangen. Am Montag notierte die Kryptowährung bei rund 2,26 US-Dollar – ein Zeichen dafür, dass sich der Markt stabilisiert. Noch tut sich XRP schwer mit einem klaren Ausbruch, doch mehrere Faktoren deuten darauf hin, dass die Voraussetzungen für eine nachhaltige Erholung besser werden.
Weltmärkte im Blick: Handelsgespräche USA–China als möglicher Katalysator
In London stehen neue Gespräche zwischen den USA und China an, und viele Marktteilnehmer hoffen, dass es zu Annäherungen kommt. Diese Entwicklung könnte nicht nur den klassischen Finanzmärkten zugutekommen, sondern auch der Kryptobranche.
Digitale Assets wie Bitcoin und Ethereum haben zuletzt bereits erste Erholungsanzeichen gezeigt – ein Signal, dass Investoren mit einer Entspannung im geopolitischen Umfeld rechnen. Präsident Donald Trump hat US-Vertretern offenbar grünes Licht gegeben, die Gespräche über Zollthemen hinaus auszuweiten. Sollte es zu konkreten Fortschritten kommen, wäre das ein klares Zeichen der Entspannung – auch für Kryptowährungen wie XRP.
Ripple investiert in Japan: DeFi, Tokenisierung und digitale Zahlungen im Fokus
Während sich die Augen der Welt auf London richten, hat Ripple in Asien einen wichtigen Schritt gemacht. Das Unternehmen kündigte eine Partnerschaft mit einem Web3-Salon-Projekt in Japan an – unterstützt von JETRO, der japanischen Außenhandelsorganisation, und umgesetzt von der Asia Web3 Alliance Japan, einer etablierten Web3-Plattform für Startups.
Ripple stellt dabei Fördergelder von bis zu 200.000 US-Dollar pro Projekt in Aussicht – ein Angebot, das sich speziell an junge Unternehmen richtet, die auf dem XRP Ledger (XRPL) aufbauen. Die Initiative ist Teil des sogenannten „XRPL Japan and Korea Fund“ und gehört zum übergeordneten XRP-Förderprogramm, das Ripple mit einem Volumen von 1 Milliarde US-Dollar ausgestattet hat.
In einer begleitenden Mitteilung erklärt Ripple: Die Förderung richtet sich an Startups aus Japan, die auf dem XRPL Lösungen entwickeln – insbesondere in Bereichen wie DeFi, tokenisierten Realwerten (RWA) und digitalen Bezahlsystemen.
Japan gehört schon länger zu den führenden Nationen im Bereich digitaler Vermögenswerte. Klare regulatorische Rahmenbedingungen und ein starker Verbraucherschutz haben das Land zu einem attraktiven Standort gemacht. Trotzdem tun sich viele junge Unternehmen schwer, sich in der komplexen Struktur zurechtzufinden. Genau hier setzt die Kooperation an: Gemeinsam mit Ripple sollen Eintrittsbarrieren gesenkt und die Entwicklung beschleunigt werden.
Wie sieht es technisch aus? Hält der Aufwärtstrend bei XRP?
Charttechnisch bewegt sich XRP aktuell über einer wichtigen Unterstützungszone, die durch den 50- und 100-Tage-EMA gestützt wird – beide gleiten aktuell um die Marke von 2,26 US-Dollar. Diese Zone erweist sich bislang als belastbar.

Ein positives Signal kommt vom MACD: Am Montag durchbrach die MACD-Linie die Signallinie nach oben – ein klassisches Kaufsignal, das häufig auf einen bevorstehenden Aufwärtsschub hindeutet.
Auch der RSI – der Relative-Stärke-Index – spricht aktuell für die Käuferseite. Er liegt über der neutralen 50er-Marke, hat aber noch Luft bis zur Überkauft-Zone. Das bedeutet: Das Momentum spricht für weiter steigende Kurse, ohne dass der Markt bereits überhitzt wäre.
Was jetzt wichtig ist
Ein Tagesschlusskurs über dem aktuellen Unterstützungsniveau bei 2,26 US-Dollar würde den Aufwärtstrend weiter untermauern. Sollten die Handelsgespräche zwischen den USA und China zu Fortschritten führen, könnten Trader wieder mutiger werden. In diesem Fall wäre eine Ausweitung der Kursziele auf 2,28 US-Dollar und sogar 2,65 US-Dollar denkbar – zwei Widerstände, die bereits Mitte Mai getestet wurden.
Auch aus dem Derivatemarkt kommt Rückenwind
Ein Blick auf die XRP-Futures verrät: Das Open Interest ist deutlich gestiegen – von 3,69 auf inzwischen 4,1 Milliarden US-Dollar. Das zeigt, dass das Interesse institutioneller Trader zunimmt – ein Indiz für wachsendes Vertrauen in die kurzfristige Kursentwicklung.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen – also steigender Kurs bei gleichzeitig wachsendem Open Interest – könnten kurzfristig sogar Kursgewinne von rund 30 % möglich sein. Das wäre für XRP ein starkes Comeback.

Fazit: XRP steht bereit – aber es braucht die Impulse
Ob von der Politik oder aus der Wirtschaft: XRP hat aktuell gleich mehrere Chancen auf Rückenwind. Eine Entspannung zwischen den USA und China könnte die allgemeine Risikofreude an den Märkten steigern – und davon würden auch Kryptowährungen profitieren. Gleichzeitig schafft Ripple mit seiner Initiative in Japan ein solides Fundament für neue reale Anwendungen – und das in einem Land, das Blockchain-Technologien offen gegenübersteht.
Bleibt der technische Aufwärtstrend intakt und kommen positive Impulse hinzu, könnte XRP bald wieder deutlich an Fahrt gewinnen. Anleger sollten das aktuelle Kursniveau genau beobachten – denn es könnte sich als günstiger Einstiegszeitpunkt herausstellen.
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