Ripple (XRP) tut sich aktuell schwer. Während andere Kryptowährungen langsam wieder Tritt fassen, kommt XRP nicht recht vom Fleck. Der Kurs hängt am Freitag weiter in der Gegend von 2,17 US-Dollar fest. Und das, obwohl sich das allgemeine Marktumfeld zuletzt etwas aufgehellt hat. Bitcoin kratzt inzwischen an der Marke von 106.000 US-Dollar, Ethereum hält sich solide über 2.550 US-Dollar – doch bei XRP? Weiteres Abwarten ist angesagt.
Die Richtung für das Wochenende? Eher seitwärts. Zumindest solange kein klarer Impuls kommt, scheint die Konsolidierung das dominierende Thema zu bleiben.
Ripple-CTO: Stablecoins brauchen XRP – nicht umgekehrt
Einen deutlich spannenderen Ton als der Kursverlauf schlägt Ripple-CTO David Schwartz an. In einem aktuellen Panel-Talk – veröffentlicht auf X (ehemals Twitter) – macht er klar: Stablecoins wie USDT, USDC oder auch Ripple-eigener RLUSD werden ohne XRP nicht auskommen, wenn es um effiziente Liquidität geht.
Schwartz bringt es auf den Punkt:
„Stell dir vor, es gibt Dutzende Stablecoins und hunderte Handelsplätze. Die kannst du nicht effizient miteinander verbinden – es sei denn, du hast einen zentralen Brücken-Asset wie XRP. So wie heute der US-Dollar bei kleineren Währungen funktioniert.“
Für Schwartz ist klar: XRP ist kein Verlierer im Stablecoin-Zeitalter – im Gegenteil. Es könnte die unsichtbare Infrastruktur sein, auf der sich viele dieser neuen digitalen Dollar, Euro & Co. bewegen werden.
US-Regulierung: Das GENIUS-Gesetz bringt Schwung
Parallel dazu passiert in den USA gerade etwas, das vielen Krypto-Fans Mut macht. Der US-Senat hat Anfang der Woche das sogenannte GENIUS-Gesetz verabschiedet – ein regulatorischer Rahmen speziell für Stablecoins. Und der Name ist Programm: Das Ziel ist es, Innovation zu fördern, aber gleichzeitig klare Spielregeln zu schaffen.
Was bedeutet das konkret? Stablecoin-Anbieter sollen in Zukunft denselben Pflichten unterliegen wie klassische Finanzinstitute – also etwa bei Geldwäsche, Kundendaten und Transaktionsüberwachung. Aber das alles ohne überbordende Bürokratie. Die Branche spricht bereits von einem historischen Schritt in Richtung „Krypto-Reifeprüfung“.
Angesichts dessen überrascht es nicht, dass sich Stablecoins in den USA rasant weiterentwickeln – ein Umfeld, in dem XRP als Liquiditätsdrehscheibe glänzen könnte. Besonders unter einem Präsidenten Trump, der wirtschaftsfreundlichen Lösungen in der Vergangenheit oft wenig im Weg stand, könnten sich hier neue Türen öffnen.
Chartanalyse: Zwischen Hoffen und Bangen
Doch zurück zum aktuellen Geschehen. Technisch ist XRP momentan in einem engen Korridor gefangen: Die Untergrenze liegt bei 2,09 US-Dollar – genau dort verläuft die 200-Tage-EMA-Linie. Auf der Oberseite wartet bei rund 2,24 US-Dollar eine doppelte Hürde aus der 50- und 100-Tage-EMA.

Was heißt das für dich als Anleger? Ganz einfach: Kommt der Ausbruch über 2,24 US-Dollar, wäre das ein starkes Signal. Dann könnten die Hochs aus dem Mai bei 2,65 US-Dollar wieder in greifbare Nähe rücken – und im besten Fall sogar die runde 3,00-US-Dollar-Marke, die Anfang März schon einmal als harter Widerstand diente.
Aber Vorsicht: Rutscht XRP unter die 2,09er-Marke, könnte es schnell ungemütlich werden. Der RSI (Relative Strength Index) liegt bereits unter 50 – das ist kein gutes Zeichen für neue Kaufdynamik. Und auch der Money Flow Index zeigt leichte Schwäche – noch nicht dramatisch, aber deutlich genug, um aufhorchen zu lassen.
Sollte XRP nachhaltig unter die 2,00-US-Dollar-Marke fallen, droht ein Rückfall in die April-Tiefs – konkret bei 1,80 und 1,61 US-Dollar. Und das wäre ein klarer Rückschritt.
Mein Fazit: Viel Potenzial, aber (noch) kein Durchbruch
Ripple steht gerade auf der Kippe: Fundamentale Fantasie ist da – dank regulatorischem Rückenwind und einer klaren Rolle im kommenden Stablecoin-Ökosystem. Die Aussagen von CTO David Schwartz sind ein deutliches Signal: XRP ist nicht aus dem Spiel, sondern mittendrin.
Aber die Technik bremst noch. Wer jetzt schon einsteigen will, sollte auf Signale oberhalb von 2,24 US-Dollar achten. Erst dann könnte sich das Blatt zugunsten der Bullen wenden. Bis dahin gilt: Geduld – oder strategisch kleine Positionen aufbauen, wenn du langfristig an das Ökosystem glaubst.
Denn eines ist sicher: Wenn XRP die Konsolidierungsphase überwindet, könnte es schnell gehen.
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