Michael Selig ist als 16. Vorsitzender der US-Rohstoffaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) vereidigt worden. Der US-Senat hatte ihn in der vergangenen Woche als Behördenchef bestätigt, nachdem ihn US-Präsident Donald Trump im Oktober nominiert hatte.

Er tritt die Nachfolge von Caroline Pham an, die nach einer kurzen, aber folgenreichen Zeit als kommissarische Vorsitzende ausgeschieden war.

In weiten Teilen der Kryptobranche gilt Selig als krypto­freundlich.

Beobachter werten seinen Amtsantritt als Signal für einen Kurswechsel bei der Derivateaufsicht – zu einem Zeitpunkt, an dem der US-Kongress der Behörde mit dem sogenannten CLARITY Act weitergehende Zuständigkeiten für Kryptomärkte übertragen will.

Selig bringt ausgewiesene Krypto-Erfahrung mit

Von dem neuen Vorsitzenden wird erwartet, dass er umfassende Erfahrung aus dem öffentlichen und privaten Sektor einbringt. Er arbeitete mit zahlreichen Akteuren aus der Agrar-, Energie-, Finanz- und Digital-Asset-Branche zusammen, die in von der CFTC regulierten Märkten tätig sind.

Selig wechselt zur CFTC, nachdem er zuletzt als Chefjurist der Crypto Task Force der US-Börsenaufsicht SEC unter deren Vorsitzendem Paul Atkins tätig war. In dieser Funktion arbeitete er an einer Abstimmung der Zuständigkeiten von SEC und CFTC im Bereich digitaler Vermögenswerte und war Mitglied der präsidialen Arbeitsgruppe für digitale Asset-Märkte.

„Wir befinden uns in einem besonderen Moment, in dem eine Vielzahl neuer Technologien, Produkte und Plattformen entsteht, die Beteiligung von Privatanlegern an den Rohstoffmärkten ein Rekordniveau erreicht hat und der Kongress kurz davorsteht, ein Gesetz zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte an den Präsidenten weiterzuleiten“, sagte Selig nach seiner Vereidigung.

Vor seinem Eintritt in den Staatsdienst war er mehrere Jahre in der Privatwirtschaft tätig und vertrat unter anderem Futures-Kommissionshändler, Swap-Händler, Börsen und Krypto-Unternehmen bei der Anwendung und Auslegung der CFTC-Vorschriften.

Selig übernimmt nun eine Behörde, die vor ihrer möglicherweise größten Ausweitung seit Jahren steht, sollte der Senat dem CLARITY Act zustimmen. Sein Fokus auf „vernünftige Regeln“ und das Ende einer „Regulierung durch Durchsetzung“ passt zur Linie der Trump-Regierung, die die USA zu dem machen will, was der Präsident als „Krypto-Hauptstadt der Welt“ bezeichnet hat.

Neue Pro-Krypto-Initiativen stoßen auf Widerstand

Es wird erwartet, dass Michael Selig den CLARITY Act, der die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC bei digitalen Vermögenswerten klar abgrenzen soll, zum Kern der künftigen Kryptoregulierung machen will. Dieses Vorhaben stößt jedoch im Senat auf Widerstand, insbesondere bei Kritikern einer aus ihrer Sicht zu nachsichtigen Behandlung von DeFi-Plattformen.

Unter Seligs Führung dürfte die Behörde auf klare Regeln setzen, die zugleich innovationsfreundlich bleiben. Ziel ist es, zu verhindern, dass Krypto-Start-ups in regulatorisch günstigere Regionen wie Singapur, die Emirate oder Europa abwandern.

Nach seiner Bestätigung ist Selig derzeit das einzige Mitglied der eigentlich fünfköpfigen, parteiübergreifend besetzten Kommission.

Das kann Entscheidungsprozesse beschleunigen, da er als einziger Kommissar regulatorische Schritte im Kryptobereich genehmigen muss.

Allerdings fragen sich Beobachter, ob die fehlenden weiteren Kommissionsmitglieder die Beschlüsse der CFTC anfälliger für rechtliche Anfechtungen machen könnten. Wie sich dies auswirkt, bleibt abzuwarten.


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