Litecoin (LTC) zeigt sich in dieser Woche erstaunlich stabil. Rund 85 US-Dollar kostet ein Coin aktuell – ein Plus von gut 6 % seit Wochenbeginn. Klingt gut? Auf den ersten Blick ja. Doch unter der Oberfläche mehren sich die Signale, dass die Rallye womöglich nicht von Dauer ist.
Denn: On-Chain-Daten sprechen eine deutliche Sprache. Immer mehr Investoren nehmen Gewinne mit, lang ruhende Wallets werden plötzlich aktiv – und ein Großinvestor trennt sich im großen Stil von seiner Position. Drei Entwicklungen, die du als Anleger definitiv auf dem Schirm haben solltest.
1. Immer mehr Anleger steigen mit Gewinn aus – das drückt auf den Kurs
Montag ging es für Litecoin kräftig nach oben – die Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran hatte die Risikobereitschaft der Märkte beflügelt. Doch seither tritt der Kurs bei rund 85 US-Dollar auf der Stelle. Und das hat Gründe.
Der Network Realized Profit/Loss-Indikator von Santiment – ein verlässliches Tool zur Messung von realisierten Gewinnen und Verlusten – zeigt aktuell eine klare Spitze. Am Mittwoch stieg dieser Wert auf den höchsten Stand seit März. Die Botschaft: Viele Anleger nutzen das Zwischenhoch, um Kasse zu machen.
%20[08-1750910286302.22.54,%2026%20Jun,%202025].png)
Heißt im Klartext: Der Verkaufsdruck nimmt zu. Und sobald das Pendel kippt, könnten Gewinnmitnahmen die Kurse schnell in Richtung Süden drücken.
2. Alte Wallets werden plötzlich wach – historisch kein gutes Zeichen
Ein zweiter Punkt, der skeptisch stimmen sollte, ist der sogenannte Age Consumed-Indikator. Auch dieser stammt von Santiment und zeigt an, wie viele Coins aus lange unberührten Wallets plötzlich bewegt werden.
Und genau das ist in dieser Woche passiert. Am Mittwoch schnellte der Wert deutlich nach oben. Historisch betrachtet sind solche Bewegungen oft Vorboten einer Kurswende – vor allem dann, wenn sie mit ansteigenden Verkaufsvolumina zusammenfallen.
%20[09-1750910308285.06.11,%2026%20Jun,%202025].png)
Denn: Wenn langjährige Investoren plötzlich ihre Coins bewegen, steckt dahinter selten reine Neugier. Meist geht es ums Verkaufen – oft, bevor ein größerer Rücksetzer einsetzt.
3. Ein Whale steigt aus – 340.000 LTC in nur drei Tagen verkauft
Und dann ist da noch der Elefant im Raum: Ein einzelner Whale – also ein Wallet mit einem Bestand zwischen 100.000 und 1 Million LTC – hat zwischen Dienstag und Donnerstag rund 340.000 Litecoin abgestoßen.
%20[08-1750910331131.26.03,%2026%20Jun,%202025].png)
Das ist kein kleiner Trade. Solche Bewegungen haben das Potenzial, den Kurs direkt zu beeinflussen – vor allem, wenn andere Marktteilnehmer nachziehen. Und oft tun sie das.
Für mich ist das ein klares Signal: Hier sieht ein Großinvestor momentan wenig Luft nach oben. Und er handelt entsprechend.
Wie geht’s jetzt weiter mit Litecoin?
Charttechnisch steht Litecoin an einem entscheidenden Punkt. In der Vorwoche war der Kurs bereits um 7 % gefallen – am Sonntag wurde das Support-Level bei 77,19 US-Dollar getestet. Die Erholung am Montag war stark, aber seither fehlt die Dynamik.

Wichtig ist nun die Marke bei 91,61 US-Dollar – das ist das 50 %-Retracement der letzten Bewegung. Sollte LTC es nicht schaffen, sich darüber zu etablieren, dürfte ein neuer Rücksetzer folgen. Das nächste Ziel: erneut der Bereich um 77 US-Dollar.
Ein Blick auf den RSI (Relative Strength Index) liefert ein weiteres Puzzlestück: Der Wert liegt unter 50 – ein klares Zeichen dafür, dass die Bären aktuell die Oberhand haben.
Aber: Es gibt auch eine bullishe Alternative
Denn wenn Litecoin es doch schafft, die Marke von 91,61 US-Dollar hinter sich zu lassen, wäre der Weg frei in Richtung des nächsten Widerstands bei 96,30 US-Dollar. Das ist keine Utopie – aber dafür braucht es frische Kaufimpulse. Und die fehlen derzeit.
Mein Fazit
Litecoin wirkt auf den ersten Blick stabil – doch der Schein trügt. On-Chain-Daten zeigen, dass der Verkaufsdruck steigt. Gewinne werden mitgenommen, ruhende Wallets werden aktiv, und ein Großinvestor verabschiedet sich aus dem Markt.
Kombiniert mit einem RSI unter der 50er-Marke ist das ein Signal, das man nicht ignorieren sollte. Wer schon investiert ist, sollte die Unterstützung bei 77 US-Dollar genau im Blick behalten. Wer auf der Seitenlinie steht, könnte schon bald eine attraktivere Einstiegschance bekommen.
Jetzt heißt es: Ruhe bewahren, aber vorbereitet sein. Denn der nächste große Move dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
Kryptowährungen Nachrichten
WEITERE INFOS
Alarm bei Ripple: Diese Zahl macht XRP-Anlegern jetzt Angst
Ripple (XRP) steht massiv unter Druck. Während sich der Kryptomarkt insgesamt in einen klaren Risk-off-Modus verabschiedet, trifft es den Remittance-Token besonders hart. Am Freitag notiert XRP bei rund 1,37 US-Dollar – ein Tagesverlust von fast 5 %.
Bitcoin stürzt ab – Krypto-Markt verliert Milliarden, Panik an den Börsen
Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 65.000 US-Dollar gefallen und hat binnen 24 Stunden rund 11 Prozent verloren. Damit verzeichnet die größte Kryptowährung den stärksten Rückgang seit dem sogenannten Leverage Flush vom 10. Oktober. Seit diesem Ereignis hat Bitcoin mehr als 50 Prozent seines damaligen Wertes eingebüßt.
Krypto-Schock bei Ethereum: Milliardenverluste und Angst vor weiterem Absturz
Ethereum (ETH) hat seine Talfahrt am Donnerstag fortgesetzt und binnen 24 Stunden mehr als fünf Prozent verloren. Der Kurs fiel in Richtung der Marke von 2.100 US-Dollar und damit unter den durchschnittlichen Einstiegspreis beziehungsweise den realisierten Preis der Investoren von 2.310 US-Dollar, wie aus Daten von CryptoQuant hervorgeht.
Solana Preisprognose: SOL-Ausverkauf intensiviert sich, da BTC auf 60.000 USD fällt
Der Preis von Solana (SOL) weitet seine Korrektur aus und rutscht am Freitag unter 70 USD, nachdem er in dieser Woche bisher über 23 % verloren hat. Der Ausverkauf wurde durch die allgemeine Schwäche auf dem Kryptomarkt angeheizt, wobei Bitcoin (BTC) am Freitag ein Tief von 60.000 USD erreichte.
Krypto-Markt verliert 2,65 Milliarden USD, während Bitcoin auf 60.000 USD sinkt, begleitet von bärischer Stimmung
Die Marktbewertung der Kryptowährungen ist um 2,8 Billionen Dollar gesunken, da der Branchenführer Bitcoin am Freitag zunächst auf 60.000 Dollar fiel, bevor er auf 65.000 Dollar zurückschoss. Die Marktstimmung ist äußerst bearish, was durch massive Liquidationen, sinkendes Open Interest und eine Verkaufsseite im Derivatemarkt belegt wird.