Die Zentralbank Kasachstans plant, bis zu 350 Millionen Dollar aus ihren Reserven in Investitionen rund um Kryptowährungen zu stecken. Im Fokus stehen dabei Unternehmen aus der Infrastruktur für digitale Vermögenswerte sowie entsprechende Indexfonds – nicht der direkte Kauf von Kryptowährungen.

Die Zentralbank des Landes will nach Angaben von Gouverneur Timur Suleimenow bis zu 350 Millionen US-Dollar aus ihren Gold- und Devisenreserven in Vermögenswerte mit Bezug zu Kryptowährungen investieren. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

Bei einer Pressekonferenz zu den Leitzinsen betonte Suleimenow, dass sich die geplanten Investitionen auf Aktien von Hightech-Unternehmen aus der Krypto-Infrastruktur sowie auf kryptobezogene Indexfonds konzentrieren sollen.

„Wir entwickeln derzeit eine Liste von Instrumenten, in die wir investieren werden. Dazu gehört nicht nur die Kryptowährung selbst [...] [sondern] auch Aktien von Hightech-Unternehmen im Zusammenhang mit Kryptowährungen und digitalen Finanzanlagen, Indexfonds sowie andere Instrumente, die eine ähnliche Dynamik wie Krypto-Assets aufweisen“, sagte Suleimenow.

Mit der Strategie will die Zentralbank vom wachsenden Markt für digitale Vermögenswerte profitieren. Erste Investitionen könnten bereits im April oder Mai erfolgen. Das geplante Portfolio würde nur einen kleinen Teil der umfangreichen Reserven Kasachstans ausmachen, die Anfang Februar bei fast 70 Milliarden Dollar lagen.

Die stellvertretende Zentralbankchefin Alija Moldabekowa stellte klar, dass die geplanten Anlagen nur zu einem geringen Teil direkt in Kryptowährungen fließen sollen. Stattdessen liege der Schwerpunkt auf Unternehmen, die Infrastruktur und Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte anbieten – ein vorsichtiger institutioneller Ansatz für den Sektor.

„Wir sprechen nicht über eine große Investition in Kryptowährungen. Derzeit wählen wir Unternehmen aus, die sich mit digitalen Vermögenswerten befassen. Zum Beispiel solche, die an der Infrastruktur für Kryptowährungen beteiligt sind. Wir befinden uns derzeit im Auswahlprozess solcher Unternehmen“, sagte Moldabekowa.

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und zunehmender globaler wirtschaftlicher Unsicherheit.


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