Der jüngste Anstieg der Netzwerkaktivität bei Ethereum (ETH) lässt sich laut dem Onchain-Forscher Andrey Sergeenkov auf eine Zunahme sogenannter Address-Poisoning-Angriffe nach dem Rückgang der Transaktionsgebühren zurückführen.
In der vergangenen Woche sprang die Zahl der täglichen Transaktionen am Freitag auf fast 2,9 Millionen, während die wöchentlich aktiven Adressen ein Rekordhoch erreichten. In diesem Zeitraum kamen laut Sergeenkov 2,7 Millionen neue Adressen hinzu – rund 170 Prozent mehr als üblich. Anders als in früheren Phasen, in denen ein solches Wachstum häufig Diskussionen über eine steigende ETH-Nachfrage und das Narrativ des „Ultrasound Money“ ausgelöst habe, blieb der Kurs diesmal weitgehend unverändert.
Ein Großteil dieses Wachstums sei jedoch nicht auf reale Nachfrage zurückzuführen, da Angreifer mit sogenannten Address-Poisoning-Methoden die niedrigeren Gebühren ausnutzen, die durch das Fusaka-Upgrade ermöglicht wurden, um Nutzer massenhaft zu spammen.
Address-Poisoning-Angriffe dominieren jüngsten Anstieg der Transaktionszahlen
Bei Address-Poisoning-Betrügereien verteilen Angreifer sogenannte „Dust“-Beträge an Tausende oder Millionen von Wallets. Dabei werden betrügerische Adressen in den Transaktionsverlauf eingefügt, die echten Adressen stark ähneln und oft identische Anfangs- und Endzeichen aufweisen. „Dust“ bezeichnet dabei extrem kleine Kryptowährungsbeträge in einer Wallet, häufig unter einem US-Dollar.
„Das Opfer sieht eine ‚vertraute‘ Adresse im Transaktionsverlauf, kopiert sie ohne vollständige Überprüfung und sendet echtes Guthaben an den Angreifer“, schrieb Sergeenkov.
Er stellte fest, dass 80 Prozent des jüngsten Wachstums der Netzwerkaktivität auf Stablecoins entfielen, wobei 67 Prozent davon aus Wallets stammten, die weniger als einen Dollar als erste Stablecoin-Transaktion erhalten hatten. Die Analyse zeigte, dass 3,86 Millionen von insgesamt 5,78 Millionen Adressen ihren ersten Kontakt mit dem Netzwerk durch sogenanntes Poisoning-Dust hatten.
Um die Quelle dieser Transaktionen nachzuverfolgen, konzentrierte sich Sergeenkov auf USDT- und USDC-Transfers unter einem Dollar und identifizierte dabei mindestens 10.000 einzigartige Adressen, die Dust verteilt hatten. Die meisten davon gingen auf Smart Contracts zurück, die die Verteilung des Poisoning-Dusts an Hunderttausende Wallets automatisiert über eine Sammeltransaktionsfunktion ausführten.
Die Angreifer griffen verstärkt wieder auf diese Strategie im Ethereum-Netzwerk zurück, da das seit Anfang Dezember durch das Fusaka-Upgrade geschaffene Niedriggebührenumfeld das Risiko deutlich senkt, bei solchen Angriffen erhebliche Beträge durch Gas-Gebühren zu verlieren.
Ethereum-Kursausblick: ETH rutscht unter aufsteigendes Dreieck – Fokus auf 2.880 Dollar
Ethereum fiel am Dienstag unter die Marke von 3.000 Dollar und löschte damit laut Daten von Coinglass innerhalb von 24 Stunden gehebelte Positionen im Wert von 265 Millionen Dollar aus. Davon entfielen 249 Millionen Dollar auf Long-Liquidationen.
Mit der Bewegung rutschte ETH sowohl unter den 20- als auch unter den 50-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) und durchbrach zudem die untere Begrenzung eines seit dem 18. Dezember bestehenden aufsteigenden Dreiecks.

ETH/USDT-Tageschart
Die größte Altcoin unterschritt zudem die Unterstützungsmarke bei 3.057 Dollar. Gelingt keine schnelle Rückeroberung dieses Niveaus, könnte ETH die zentrale Unterstützung bei 2.880 Dollar testen.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) fiel unter sein neutrales Niveau, während der Stochastik-Oszillator sich im überverkauften Bereich befindet, was auf ein dominantes Abwärtsmomentum hindeutet. Die überverkaufte Lage im Stochastik-Indikator könnte jedoch eine kurzfristige Erholung begünstigen.
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