Ethereum hat am Mittwoch mit dem Start von Ethereum Institutional einen weiteren Fürsprecher erhalten. Die unabhängige Non-Profit-Organisation soll die institutionelle Nutzung des Ethereum-Ökosystems vorantreiben – darunter Anwendungen, Layer-2-Lösungen, Werkzeuge sowie weitere Ressourcen.
Gegründet wurde Ethereum Institutional vom Enterprise-Team der Ethereum Foundation. Die Organisation konzentriert sich auf fünf Kernbereiche: die Aufklärung und Einbindung institutioneller Investoren, Marktanalysen für Institutionen, die Vermarktung von ETH und des Ethereum-Ökosystems, die Ermittlung von Branchenanforderungen sowie die Ausrichtung von Veranstaltungen für institutionelle Teilnehmer. Ziel ist es, die Anforderungen institutioneller Akteure in Onchain-Lösungen zu übersetzen und dabei die Lücke zwischen Ethereum-Entwicklern – darunter Programmierer, Infrastrukturanbieter und Protokollentwickler – sowie Institutionen wie Banken, Vermögensverwaltern, Verwahrstellen, Marktinfrastrukturen, Fintechs und staatlichen Einrichtungen zu schließen.
„Durch die Abstimmung technischer Entwicklungspläne mit realen Anwendungsfällen, das Sichtbarmachen der Nachfrage institutioneller Marktteilnehmer und die Stärkung erfolgreicher Lösungen beschleunigen wir die Akzeptanz und tragen dazu bei, eine kohärentere Marktstruktur zu schaffen“, heißt es auf der Website von Ethereum Institutional.
Finanziert wird der Start von Ethereum Institutional vor allem durch die Ethereum-Treasury-Unternehmen BitMine und Sharplink sowie durch den Ethereum-Mitgründer Joseph Lubin. Bereits in der vergangenen Woche hatte dieselbe Gruppe den Start von Ethlabs finanziert, einer gemeinnützigen Forschungs- und Entwicklungsorganisation, die innovative Lösungen entwickeln soll, um die Skalierbarkeit von Ethereum für die institutionelle Nutzung zu verbessern.
Die Vorstellung mehrerer neuer gemeinnütziger Organisationen und Unterstützer des Ethereum-Ökosystems folgt auf mehrere prominente Abgänge bei der Ethereum Foundation. Zu den ausgeschiedenen Persönlichkeiten zählen die früheren Geschäftsführer Hsiao-Wei Wang und Tomasz Stańczak sowie Tim Beiko, Josh Stark, Barnabé Monnot und Trent Van Epps.
Erst vergangene Woche teilte die Ethereum Foundation mit, eine umfassende Umstrukturierung abgeschlossen zu haben. Dabei wurden die Belegschaft um 20 Prozent und das Budget um 40 Prozent reduziert. Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Stiftung angekündigt, sich künftig auf zensurresistente, quelloffene, datenschutzorientierte und sichere Projekte (CROPS) für Endnutzer zu konzentrieren und zugleich Aufgaben an weitere Akteure im Ethereum-Ökosystem zu übergeben, um die Weiterentwicklung des Protokolls breiter aufzustellen.
Ethereum-Prognose: ETH durchbricht fallende Trendlinie
Ethereum hat in den vergangenen 24 Stunden um 3,5 Prozent zugelegt. Dabei wurden Positionen im Umfang von 100,3 Millionen US-Dollar liquidiert, davon entfielen 67,2 Millionen Dollar auf Short-Positionen.
Im Tageschart bleibt der kurzfristige Ausblick jedoch eingetrübt. Der Kurs notiert weiterhin unter den exponentiell gleitenden Durchschnitten der vergangenen 20, 50 und 100 Handelstage, die sich im Bereich zwischen rund 1.665 und 1.994 US-Dollar bündeln. Zwar ist ETH über die abwärts gerichtete Widerstandslinie bei rund 1.601 Dollar gestiegen, das bisherige Scheitern an der Marke von 1.741 Dollar begrenzt jedoch weiterhin das übergeordnete Chartbild.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei rund 42 Punkten, während der Stochastik-Indikator im mittleren Bereich notiert. Dies spricht eher für eine leichte Stabilisierung als für eine nachhaltige Erholung.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 20-Tage-Durchschnitt bei rund 1.665 Dollar. Darüber folgen die Marke von 1.741 Dollar sowie der Bereich um 1.806 Dollar. Der 50-Tage-Durchschnitt bei etwa 1.817 Dollar verstärkt diese Widerstandszone, bevor die Bereiche bei 1.909 und 2.019 Dollar in den Fokus rücken.
ETH/USDT-Tageschart
Auf der Unterseite bieten zunächst die horizontalen Unterstützungen bei 1.524 und 1.405 Dollar Halt, falls Ethereum wieder unter die zuvor überwundene Abwärtstrendlinie fällt. Bei einer stärkeren Korrektur rückt die langfristige Unterstützungszone im Bereich von 1.156 Dollar in den Blick.
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