Ethereum (ETH) bleibt fest in der Hand der Bären und notierte am Dienstag nur knapp über 3.500 US-Dollar. Die führende Smart-Contract-Währung verzeichnete damit den zweiten Rückgang in Folge und spiegelt die negative Stimmung am breiteren Kryptomarkt wider.

Ein schwacher Derivatemarkt steht im Einklang mit der allgemeinen Risikoaversion, da sich Händler angesichts der starken Volatilität zunehmend zurückziehen.

Ethereum-Erholung bleibt aus, institutionelle und private Nachfrage sinkt

Institutionelle Anleger haben sich zuletzt von Ethereum-Spot-ETFs zurückgezogen. Nach Daten von SoSoValue verzeichneten US-notierte ETFs am Montag Abflüsse in Höhe von 136 Millionen US-Dollar. Die gesamten Nettozuflüsse belaufen sich damit auf 14,23 Milliarden US-Dollar, während die Nettovermögenswerte rund 24 Milliarden US-Dollar betragen.

Keiner der neun ETH-ETFs meldete Zuflüsse. BlackRocks ETHA führte die Abflüsse mit 82 Millionen US-Dollar an, gefolgt von Fidelitys FETH mit 25 Millionen US-Dollar.

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Auch die Nachfrage privater Anleger nach Ethereum hat deutlich nachgelassen. Das offene Interesse (Open Interest, OI) an Futures fiel von einem Hoch im Oktober von rund 63 Milliarden US-Dollar auf nun 44,72 Milliarden US-Dollar.

Das Open Interest beschreibt den Gesamtwert offener Futures-Kontrakte und gilt als Maß für Marktinteresse und Anlegervertrauen. Ein anhaltender Rückgang deutet darauf hin, dass Trader Long-Positionen schließen und Short-Positionen bevorzugen – was den Verkaufsdruck verstärkt.

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Die OI-gewichtete Finanzierungsrate lag am Dienstag bei durchschnittlich 0,0038 Prozent und unterstreicht die vorsichtige Marktstimmung rund um Ethereum. Da immer mehr Händler auf fallende Kurse setzen, wird eine Erholung zunehmend schwierig. Die stark gedrückte Finanzierungsrate erklärt den stetigen Preisrückgang seit dem Ausverkauf am 10. Oktober.

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Technischer Ausblick: Verkaufssignale belasten Ethereum weiter

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Ethereum am Dienstag um die Marke von 3.500 US-Dollar – belastet durch schwache Privatanlegernachfrage, geringe institutionelle Zuflüsse und das Fehlen positiver Impulse für eine nachhaltige Erholung.

Technische Indikatoren wie der Moving Average Convergence Divergence (MACD) zeigen auf dem Tageschart weiter einen bärischen Trend. Der MACD hält seit Montag ein Verkaufssignal, da die blaue Linie unter der roten bleibt – ein Hinweis darauf, dass Anleger ihre Positionen verringern und auf fallende Kurse setzen.

Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 33 und bewegt sich in Richtung überverkauftem Bereich, was darauf hindeutet, dass der Abwärtstrend kurzfristig anhalten könnte.

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Schließt Ethereum den Tag unter der psychologisch wichtigen Marke von 3.500 US-Dollar, droht ein weiterer Rückgang um rund vier Prozent auf 3.350 US-Dollar – ein Unterstützungsniveau, das bereits Anfang August getestet wurde. Eine kurzfristige Gegenbewegung wäre jedoch möglich, sollten Käufer die Schwächephase nutzen und ETH über den 200-Tage-EMA bei 3.606 US-Dollar treiben.


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