Dogecoin (DOGE) macht es mal wieder spannend. Nach einem technischen Ausbruch im vergangenen Monat arbeitet sich der Meme-Coin Schritt für Schritt nach oben. Am Dienstag stabilisiert sich der Kurs bei etwa 0,1701 US-Dollar – und die Bullen scheinen ein klares Ziel im Blick zu haben: die Widerstandsmarke von 0,2000 US-Dollar. Ist das jetzt der Moment, um aufzuspringen?
Dogecoin erreicht neuen Meilenstein: 108 Millionen Adressen
Während der Kurs noch auf den großen Durchbruch wartet, legt die Dogecoin-Community schon jetzt mächtig nach. Die Zahl der Adressen im Netzwerk hat ein neues Allzeithoch erreicht – stolze 108 Millionen. Zum Vergleich: Am 4. Januar waren es noch rund 103 Millionen. Ein Anstieg von 5 % in nur sechs Monaten.
Was heißt das konkret? Ganz einfach: Immer mehr Menschen entdecken DOGE für sich. Diese wachsende Nutzerbasis ist ein starkes Signal, dass das Interesse an der Witz-Währung weit mehr als nur ein kurzfristiger Hype ist. Mit jeder neuen Adresse steigt die Chance, dass Dogecoin nicht nur im Rampenlicht bleibt, sondern auch fundamental Rückenwind bekommt. Mehr Adoption heißt mehr Nachfrage – und genau das könnte die Grundlage für eine nachhaltige Kursrally sein.

Doch das spekulative Geld lässt noch auf sich warten
So stark die Aktivität im Netzwerk auch ist – beim spekulativen Interesse sieht es noch etwas verhaltener aus. Die Daten von CoinGlass zeigen: Das Open Interest (OI) für Dogecoin-Futures liegt derzeit bei rund 2 Milliarden US-Dollar. Das klingt nach viel, ist aber ein deutlicher Rückgang gegenüber den 5,42 Milliarden US-Dollar vom 18. Januar.
Es gab zwar im Mai einen Versuch, das OI wieder zu beleben, doch der Effekt blieb überschaubar. Im Durchschnitt pendelte sich der Wert zuletzt bei 3 Milliarden US-Dollar ein. Dazu kommt: In den vergangenen 24 Stunden wurden Positionen im Gesamtwert von 3,84 Millionen US-Dollar liquidiert. Allein Long-Positionen machten davon 3 Millionen US-Dollar aus, während Shorts im Wert von 837.000 US-Dollar geschlossen wurden.

Mit anderen Worten: Die Nervosität im Markt ist spürbar – und das könnte sowohl Risiko als auch Chance sein.
Charttechnik: Kann DOGE das Momentum halten?
Technisch gesehen hat Dogecoin eine wichtige Hürde genommen. Ende Juni gelang der Ausbruch aus einem fallenden Keilmuster – ein bullishes Signal, das oft das Ende eines Abwärtstrends markiert. Solche Muster entstehen, wenn der Verkaufsdruck nachlässt und die Trendlinien sich verengen.
Seit dem Ausbruch bei 0,1634 US-Dollar kletterte DOGE bis auf 0,1753 US-Dollar, ehe es zu einem Rücksetzer kam. Doch der Test der oberen Trendlinie bei 0,1565 US-Dollar hielt stand. Trader nutzten die Gelegenheit, um „den Dip zu kaufen“ – und das brachte DOGE wieder in Bewegung.

Jetzt stellt sich die Frage: Schafft es der Coin, den nächsten Widerstand zu knacken? Die 100-Tage-EMA liegt bei 0,1730 US-Dollar – dort prallte der Kurs zuletzt ab. Sollte DOGE auch diese Hürde überwinden, wäre der Weg frei bis zur 200-Tage-EMA bei 0,1817 US-Dollar. Das nächste große Ziel auf der Landkarte der Bullen: 0,1955 US-Dollar, ein Preisniveau, das aus der Breite des Keilmusters abgeleitet wird.
Indikatoren sprechen für weitere Erholung – aber Vorsicht ist geboten
Ein Blick auf den Money Flow Index (MFI) zeigt einen Wert von 57. Das bedeutet: Es fließt wieder Kapital in DOGE – ein positives Zeichen für alle, die auf eine Fortsetzung der Erholung hoffen. Doch es gibt keinen Grund, blind optimistisch zu sein. Sollte Dogecoin an der 200-Tage-EMA scheitern, könnte ein Rückfall auf die 50-Tage-EMA bei 0,1674 US-Dollar drohen. Und im schlimmsten Fall wäre sogar ein erneuter Test der Unterstützung bei 0,1565 US-Dollar möglich.
Mein Fazit: Jetzt zuschlagen oder abwarten?
Dogecoin zeigt einmal mehr, dass er mehr ist als nur ein Meme. Mit einem neuen Rekord bei den Netzwerkadressen und einem bullischen Chartmuster könnte der Coin vor einem neuen Aufwärtsschub stehen. Doch die Zurückhaltung der Derivate-Trader mahnt zur Vorsicht.
Für risikobereite Anleger könnte der aktuelle Bereich eine spannende Chance sein, sich vor einem möglichen Run auf die 0,2000 US-Dollar-Marke zu positionieren. Alle anderen sollten die nächsten Tage genau beobachten. Vor allem dann, wenn das Volumen wieder anzieht – denn ohne frische Kaufkraft wird der Weg nach oben steinig bleiben.
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