Cardano (ADA) meldet sich zurück: Nachdem der Kurs am Montag das Niveau von 0,65 US-Dollar erfolgreich verteidigt hat, liegt er am Dienstagvormittag bereits bei 0,69 US-Dollar. Damit signalisiert ADA eine erste Trendwende – mitten in einer Phase, in der der gesamte Kryptomarkt eher seitwärts läuft und geopolitische Unsicherheiten, vor allem rund um US-Zölle unter Präsident Trump, für Nervosität sorgen.
Die Bullenstruktur steht – vorerst
Vergangene Woche sah es kurzfristig düster aus: Wie viele andere Kryptowährungen geriet auch Cardano unter Druck und rutschte bis auf 0,65 US-Dollar ab. Der Auslöser lag im politischen Raum – genauer gesagt in einem Gerichtsurteil, das sich gegen die Zollpolitik der US-Regierung richtete. Auch wenn das Urteil inzwischen vorübergehend ausgesetzt wurde, bleibt die Lage angespannt. Die Märkte reagieren entsprechend nervös – was sich in schnellen Bewegungen nach unten wie nach oben widerspiegeln kann.
Der Rebound bei ADA zeigt, dass Trader nach wie vor auf einen Anstieg setzen. Der Bereich um 1,00 US-Dollar gilt dabei als nächstes großes Ziel – nicht zuletzt, weil hier viele Verkaufsorders liegen dürften. Zusätzlich verstärkt sich das Interesse an ADA auch im Derivatemarkt: Das sogenannte Open Interest ist innerhalb eines Tages um 2,2 % auf 831 Mio. US-Dollar gestiegen. Gleichzeitig bleibt das tägliche Handelsvolumen mit über 1 Mrd. US-Dollar auf hohem Niveau.
Ein Blick auf die Futures-Daten bei Binance macht das Stimmungsbild noch deutlicher: Dort liegt das Long-zu-Short-Verhältnis aktuell bei 2,83 – ein klares Übergewicht bei den Käufern. Bemerkenswert ist außerdem die Verteilung der Liquidationen in den letzten 24 Stunden: Während Long-Positionen im Wert von rund 198.000 US-Dollar glattgestellt wurden, waren es bei den Shorts fast doppelt so viel – etwa 394.000 US-Dollar. Das spricht für eine mögliche Short Squeeze – und die könnte die Aufwärtsbewegung von ADA kurzfristig noch beschleunigen.

Technik spricht für eine Fortsetzung des Trends
Auch charttechnisch sieht es gut aus. Der SuperTrend-Indikator, ein beliebtes Werkzeug zur Trendverfolgung, hat bei ADA kürzlich ein klares Kaufsignal gegeben. Die Logik dahinter: Sobald der Kurs über die SuperTrend-Linie steigt und sich diese von Rot auf Grün färbt, gilt das als Zeichen für einen intakten Aufwärtstrend. Aktuell dient dieser Indikator sogar als dynamische Unterstützung – ein weiteres positives Signal für Anleger.
Der RSI, also der Relative-Stärke-Index, liegt zwar noch knapp unter der neutralen Marke von 50, zeigt aber bereits eine Aufwärtsbewegung. Sollte ADA in den nächsten Tagen die Hürde bei 0,70 US-Dollar überwinden, dürfte auch der RSI nachziehen – und das würde die bullishe Dynamik weiter untermauern.

Trotzdem: Nicht alles sieht rosig aus
Bei aller Zuversicht gibt es aber auch Punkte, die zur Vorsicht mahnen. Der MACD, ein weiterer technischer Indikator, hat am 17. Mai ein Verkaufssignal geliefert. Dabei kreuzt die blaue MACD-Linie die rote Signallinie von oben – ein klassischer Hinweis auf nachlassende Kaufkraft. Wer kurzfristig handelt, sollte das im Blick behalten.
Außerdem gibt es eine Entwicklung im Hintergrund, die etwas untergeht – aber nicht unwichtig ist: Der DeFi-Bereich von Cardano schwächelt. Das in Smart Contracts gebundene Kapital, also der sogenannte Total Value Locked (TVL), ist in den letzten Tagen deutlich zurückgegangen. Nach einem Zwischenhoch von 414 Mio. US-Dollar Mitte Mai liegt der Wert mittlerweile nur noch bei rund 317 Mio. US-Dollar.

Was bedeutet das konkret? Wenn Nutzer ihre ADA-Token aus DeFi-Projekten abziehen, dann meist, um sie zu verkaufen oder umzuschichten. Ein sinkender TVL ist daher ein Warnsignal. Es deutet darauf hin, dass weniger Aktivität im Netzwerk stattfindet – und das wiederum reduziert die Nachfrage nach ADA, etwa fürs Staking, für Transaktionsgebühren oder zur Teilnahme an Governance-Prozessen.
Fazit: ADA mit frischem Schwung – aber Vorsicht ist angebracht
Die aktuelle Entwicklung bei Cardano ist spannend. Der Kursaufschwung nach dem Test der 0,65-Dollar-Marke zeigt, dass noch Leben im Projekt steckt. Vor allem wenn die 0,70 US-Dollar nachhaltig überwunden werden, könnte ein weiterer Anlauf in Richtung der psychologisch wichtigen 1-Dollar-Marke bevorstehen.
Aber: Der technische Rückenwind ist nicht ohne Gegenwind. Der schwächelnde DeFi-Sektor, das negative Signal vom MACD und die weiterhin fragile geopolitische Lage rund um die USA und ihre Handelspolitik unter Präsident Trump sollten nicht ignoriert werden.
Wer investiert ist oder einsteigen will, sollte den Bereich um 0,70 US-Dollar genau beobachten. Ein Ausbruch könnte neue Dynamik bringen – ein Scheitern aber ebenso schnell wieder zu Gewinnmitnahmen führen. Noch ist nicht entschieden, wohin die Reise kurzfristig geht – doch die Voraussetzungen für eine spannende nächste Etappe sind definitiv da.
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