• Bitcoin-Preis fällt am Freitag unter 60.000 USD und verliert bisher in dieser Woche fast 20 %.
  • Daten zeigen Liquidationen in Höhe von 1,70 Milliarden USD innerhalb von 24 Stunden, da sich Panik marktweit ausbreitet.
  • Technische Niveaus deuten darauf hin, dass BTC die Unterstützungszone bei 53.485 USD testen könnte, wenn der Verkaufsdruck anhält.

Der Bitcoin (BTC)-Preis ist zum Zeitpunkt der Berichterstattung am Freitag unter 60.000 USD gefallen und verzeichnet damit bisher in dieser Woche einen Einbruch von 20 %. Institutionelle Verkäufe und schwache Derivate belasten den Bitcoin-Pullback und erhöhen die Abwärtsrisiken, da die Käufer die kritische Unterstützungszone bei 60.000 USD verlieren. Das Marktmomentum ist extrem bärisch, wobei der Weg des geringsten Widerstands die nächste wichtige Unterstützung bei 53.485 USD anvisiert.

Kryptomarkt verliert über 1,70 Milliarden USD

Der Rückgang von Bitcoin unter 60.000 USD hat in den letzten 24 Stunden Liquidationen in Höhe von 1,70 Milliarden USD ausgelöst, angeführt von 1,42 Milliarden USD an Long-Liquidationen, was auf eine klare marktweite Dominanz der Verkaufsseite hinweist. Schwache Signale wie der Abwärtstrend beim Open Interest (OI) der Bitcoin-Futures, wie zuvor von FXStreet berichtet, das nun auf 45,28 Milliarden USD gesunken ist, deuten auf ein weiteres Abwärtsrisiko für potenzielle Dip-Käufer hin.

Krypto-Liquidationsdaten. Quelle: CoinGlass


Durchbrochenes 60.000-USD-Niveau signalisiert bärische strukturelle Verschiebung bei Bitcoin

Der Bitcoin-Preis ist zum Zeitpunkt der Berichterstattung am Freitag unter das Tief vom 6. Februar bei 60.000 USD gefallen und handelt auf Niveaus, die zuletzt im Oktober 2024 nach Donald Trumps pro-Krypto-Präsidentschaftssieg gesehen wurden. Aus technischer Sicht spiegelt der freie Fall von Bitcoin ein „fallendes Messer“-Szenario wider, bei dem Dip-Käufer Gefahr laufen, zu Bagholdern zu werden, während die Abwärtsseite weiterhin offen bleibt.

Der Tages-Chart zeigt jedoch eine starke bärische Dominanz, wobei der Relative Strength Index (RSI) bei 14 liegt und überverkaufte Bedingungen signalisiert. Gleichzeitig zeigt der Moving Average Convergence Divergence (MACD), dass sich die Durchschnittslinien unterhalb der Null-Linie weiter abwärts bewegen, während sich das bärische Profil ausweitet, was auf intensiven Verkaufsdruck hindeutet. 

Nach unten hin könnte die psychologische Marke von 55.000 USD als Unterstützung dienen, während die Kursbewegung das Tief vom 5. Juli 2024 bei 53.485 USD als wichtige technische Nachfragzone hervorhebt, in der Käufer wieder Stärke gewinnen könnten.

Chartanalyse BTC/USDT (Binance)
BTC/USDT Tages-Chart.

Krypto-ETF - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ein Exchange-Traded Fund (ETF) ist ein börsengehandeltes Finanzinstrument, das die Performance eines zugrunde liegenden Vermögenswerts oder eines Index abbildet und Anlegern eine einfache Möglichkeit bietet, in verschiedene Märkte zu investieren.

Ja, der erste Bitcoin-Futures-ETF in den USA wurde im Oktober 2021 von der SEC genehmigt. Seitdem wurden sieben Bitcoin-Futures-ETFs zugelassen, während über 20 weitere auf Genehmigung warten. Die SEC begründete die Verzögerungen mit der Neuheit der Branche und dem Risiko von Manipulationen im Kryptosektor.

Im Januar 2024 erteilte die SEC die Genehmigung für die Notierung und den Handel mehrerer Bitcoin-Spot-ETFs, wodurch institutionellen Investoren und dem breiteren Markt der Zugang zur führenden Kryptowährung ermöglicht wurde. Diese Entscheidung wurde von Branchenexperten als wegweisender Schritt angesehen.

Ein wesentlicher Vorteil von Krypto-ETFs besteht darin, dass Investoren an der Wertentwicklung von Kryptowährungen partizipieren können, ohne diese direkt besitzen zu müssen. Dies verringert sowohl das Risiko als auch die Kosten, die mit der Verwahrung des zugrunde liegenden Vermögenswerts verbunden sind. Zudem bieten Krypto-ETFs eine geringere Einstiegshürde und erhöhte Sicherheit, da die Verwahrung und Sicherung der Vermögenswerte von professionellen Anbietern übernommen wird. Ein wesentlicher Nachteil ist jedoch das fehlende direkte Eigentum am Vermögenswert. In der Krypto-Community wird dies oft als „Nicht deine Schlüssel, nicht deine Münzen“ bezeichnet. Darüber hinaus fallen bei ETFs im Vergleich zu einer direkten Investition höhere Kosten durch Verwaltungsgebühren an. Obwohl ETFs das Halterisiko reduzieren, bleibt die Preisvolatilität der zugrunde liegenden Kryptowährungen ein bedeutender Faktor, der sich auf die Performance auswirkt.


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