Blockchain-Gaming-Projekte hatten in diesem Jahr deutlich mehr Mühe, frisches Kapital anzuziehen als 2024. Analysten sehen jedoch einen kleinen Hoffnungsschimmer, da Entwicklerstudios neue Spiele veröffentlichen, die gezielt ein breiteres, klassisches Publikum ansprechen sollen.
Im dritten Quartal flossen laut DappRadar rund 129 Millionen US-Dollar an Risikokapital in die Blockchain-Gaming-Branche – der höchste Wert in diesem Jahr. Damit summieren sich die Investitionen 2025 bislang auf 293 Millionen US-Dollar.
Im Vergleich zum Vorjahr bleibt das allerdings nur ein Bruchteil: 2024 verzeichnete DappRadar mehr als 1,8 Milliarden US-Dollar an Kapitalzuflüssen. Damit steuert die Branche 2025 auf nur etwa 25 Prozent des Vorjahresniveaus zu.
Laut DappRadar-Contentchef Robert Hoogendoorn dürfte der jüngste Anstieg im dritten Quartal auch von der allgemeinen Erholung des Kryptomarkts beeinflusst worden sein.

Investitionen in Blockchain-Gaming legten im dritten Quartal im Vergleich zu den Vormonaten leicht zu. Quelle: DappRadar
„Dieser Schimmer von Erfolg lässt sich nicht vom allgemeinen Kryptomarkt trennen. Die vergangenen Monate waren eine Wachstumsphase – vor allem für Bitcoin“, sagte Hoogendoorn im am Donnerstag veröffentlichten State of Blockchain Gaming Q3-Bericht.
Investoren zeigen sich wählerischer
Hoogendoorn erklärte, dies bedeute, „dass Entwicklerteams nicht länger auf halbfertige Produkte setzen können, um Finanzierungen zu sichern.“
„Stattdessen müssen sie funktionierende Produkte vorweisen und echte Nachfrage schaffen. Risikokapital fließt weiterhin, aber nicht jede glänzende neue Idee bekommt die Chance, zu gedeihen.“
Bereits im März hatte Sky-Mavis-Mitgründer Jeffrey Zirlin gegenüber Cointelegraph eine ähnliche Einschätzung abgegeben: Investoren im Kryptospielebereich würden nicht mehr blind in sogenannte „Axie-Killer“ investieren, die ihre Versprechen nicht einlösen.
Die drei größten Finanzierungsrunden des Quartals gingen an den Entwickler E-PAL, der 30 Millionen US-Dollar für seine Gaming-Plattform erhielt. Der Ego-Shooter Shrapnel bekam 19,5 Millionen US-Dollar, während das indische Studio SuperGaming 15 Millionen US-Dollar einsammelte, um sein Battle-Royale-Spiel auszubauen und ein eigenes L3-Netzwerk auf der Basis-Blockchain Base zu entwickeln.
„Einige Projekte gedeihen auch unter ungünstigen Marktbedingungen, andere haben ihre Mittel klug verwaltet, um die Herausforderungen eines Bärenmarkts zu überstehen“, sagte Hoogendoorn weiter.
Massenmarkt als Hoffnungsträger
Eine breitere Akzeptanz durch den Mainstream könnte der Branche neue Impulse geben, so Hoogendoorn. Derzeit sei es jedoch „schwierig, ein breites Publikum zu gewinnen“, und Studios, die Millionen von Spielern ansprechen wollen, hätten bislang nur begrenzten Erfolg.
„Im dritten Quartal 2025 haben wir jedoch einige namhafte Projekte gesehen, die ihre Spiele gestartet haben – ein kleiner Hoffnungsschimmer für eine Branche, die auf breite Akzeptanz hofft“, erklärte Hoogendoorn.
„Zum Ende des dritten Quartals 2025 steht Blockchain-Gaming an einem Scheideweg: widerstandsfähig trotz Rückgangs, aber hungrig nach dem Durchbruch in den Massenmarkt.“
Laut dem Online-Datenanbieter Statista gibt es weltweit mehr als 2,7 Milliarden aktive Gamer – ein enormes potenzielles Publikum für blockchainbasierte Spiele.
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