Bitcoin (BTC) notiert am Dienstag bei rund 97.800 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung am Montag fast 4 % verloren hat. Der Markt blickt gespannt auf die bevorstehende Aktionärsabstimmung bei Microsoft (MSFT). Die Anteilseigner des Tech-Giganten entscheiden heute darüber, ob Bitcoin als Vermögenswert in die Unternehmensbilanz aufgenommen werden soll. Eine Entscheidung mit Signalwirkung für den gesamten Kryptomarkt.
Milliardenliquidationen nach Bitcoin-Korrektur
Der Wochenstart verlief für Bitcoin turbulent: Ein massiver Preisrückgang auf 94.150 US-Dollar löste Liquidationen im Gesamtwert von 1,69 Milliarden US-Dollar aus. Mehr als 562.000 Händler mussten ihre Positionen schließen, davon allein 180 Millionen US-Dollar in Bitcoin-Positionen, wie Daten von CoinGlass zeigen.

Der Ausverkauf scheint durch Gewinnmitnahmen ausgelöst worden zu sein. Der "Network Realized Profit/Loss"-Indikator (NPL) von Santiment zeigt, dass viele Bitcoin-Inhaber nach den jüngsten Rekordhochs Kasse gemacht haben. Am Montag schnellte der Indikator erneut in die Höhe – ein klares Zeichen dafür, dass Anleger mit satten Gewinnen verkaufen. Sollte dieser Trend anhalten, könnte der Bitcoin-Kurs kurzfristig weiter fallen.
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Microsoft im Fokus: Kursimpulse durch Aktionärsabstimmung?
Nach dem Allzeithoch von 104.088 US-Dollar in der vergangenen Woche bleibt Bitcoin weiter in den Schlagzeilen. Microsoft-Aktionäre stimmen heute darüber ab, ob BTC in die Unternehmensbilanz aufgenommen wird. Obwohl der Unternehmensvorstand diese Idee ablehnt, könnten überraschend viele Aktionäre zustimmen. Das würde Bitcoin neues Aufwärtspotenzial verschaffen, wie Analysten von QCP betonen: „Eine solche Entscheidung wäre eine große Überraschung und könnte einen neuen institutionellen Investitionszyklus auslösen.“
Interessanterweise soll auch Amazon von seinen Aktionären dazu gedrängt werden, Bitcoin als Reservewert in Betracht zu ziehen. Eine solche Entwicklung würde die Marktakzeptanz des führenden Kryptoassets weiter stärken.
Bitcoin als moderner Inflationsschutz?
„Früher hielten Unternehmen Gold in ihren Tresoren, um sich gegen Inflation abzusichern und Risiken zu diversifizieren. Heute wird Bitcoin zunehmend in dieser Rolle gesehen – als inflationsresistenter Vermögenswert mit begrenztem Angebot“, erklärte Edwin Mata, CEO von Brickken, in einem Interview mit FXStreet.
In einer zunehmend volatilen Weltwirtschaft und angesichts steigender Inflationsraten wird Bitcoin von immer mehr Unternehmen als strategischer Bestandteil ihrer Schatzkammern betrachtet. Die Entscheidung von Microsoft könnte daher richtungsweisend für andere Großkonzerne sein.
Makrodaten könnten Bitcoin ebenfalls bewegen
Neben der Microsoft-Abstimmung rückt auch die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (CPI) für November in den Mittelpunkt der Marktbeobachter. „Die Inflationsdaten werden entscheidend sein, da sie Erwartungen für eine mögliche Zinssenkung im Dezember beeinflussen könnten“, sagte Ryan Lee, Chefanalyst bei Bitget Research.
„Wir erwarten, dass der Markt vor der CPI-Veröffentlichung vorsichtig bleibt. Gleichzeitig könnte Microsofts Bitcoin-Entscheidung in Kombination mit einer positiven Inflationsüberraschung zu einem explosiven Preissprung führen“, so Lee weiter.
Für die Woche rechnet der Analyst mit einer Bitcoin-Handelsspanne zwischen 92.000 und 105.000 US-Dollar, abhängig davon, wie die makroökonomischen Daten ausfallen und welche Signale von Microsoft gesendet werden.
Fazit: Entscheidung mit Signalwirkung für den Markt
Bitcoin befindet sich in einer kritischen Marktphase. Die Aktionärsabstimmung bei Microsoft könnte das Narrativ um institutionelle Bitcoin-Investitionen erneut anfachen – oder die Hoffnungen enttäuschen. Kombiniert mit den US-Inflationsdaten stehen für diese Woche möglicherweise die stärksten Kurstreiber der letzten Monate bevor. Anleger sollten sich auf eine erhöhte Volatilität einstellen – nach oben wie nach unten.
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