Am Montag rutschte der Bitcoin-Kurs auf ein neues 12-Tages-Tief und fiel dabei auf 98.500 USD. Es ist der niedrigste Stand seit dem 15. Januar. Dabei hatten sich viele Anleger nach den bullishen Entwicklungen rund um Donald Trumps Amtseinführung ganz andere Szenarien erhofft. Doch was steckt hinter diesem Rückgang? Und welche Rolle spielen Großinvestoren dabei?
Bitcoin verliert 6 % in nur 24 Stunden
Der Abverkauf begann nach einer kurzen Phase der Euphorie, die durch Trumps Amtseinführung ausgelöst wurde. Am 20. Januar erreichte Bitcoin ein neues Allzeithoch von 109.000 USD, bevor sich der Kurs auf 105.000 USD stabilisierte. Viele Marktteilnehmer hatten gehofft, dass diese Konsolidierungsphase zu einem Durchbruch über die Marke von 110.000 USD führen könnte.
Doch mit Beginn des US-Handels am Montag änderte sich die Stimmung drastisch. Innerhalb eines Tages brach Bitcoin um 6 % ein und erreichte mit 98.522 USD den tiefsten Stand seit fast zwei Wochen.

Whales ziehen sich zurück: 58 Milliarden USD weniger Handelsvolumen
Ein genauerer Blick auf die On-Chain-Daten zeigt, dass der Kursrückgang stark mit dem Verhalten der sogenannten „Wale“ – also Großinvestoren – zusammenhängt. Am 20. Januar erreichten die Bitcoin-Transaktionen im Wert von mehr als 100.000 USD laut Daten von IntoTheBlock mit 98,3 Milliarden USD ihren Höchststand. Doch kurz danach begann ein massiver Rückzug:
- Seit dem Hochpunkt ist das Volumen der Großtransaktionen auf 40,9 Milliarden USD gefallen – ein Rückgang von fast 58 Milliarden USD.
- Zusätzlich zeigten die Netflows (Abflüsse von großen Wallets) bereits 48 Stunden vor dem Kurssturz deutliche Bewegungen: Wale verkauften 566 BTC, was einem Wert von 55,5 Millionen USD entspricht.
Diese Abflüsse deuten darauf hin, dass Großinvestoren sich auf die erhöhte Unsicherheit unter der neuen US-Regierung vorbereitet haben.

Trumps Amtseinführung: Euphorie trifft auf Realität
Die ersten Tage der Trump-Regierung waren geprägt von einem Mix aus positiven Schlagzeilen und Unsicherheiten. Insbesondere die Einführung der Meme-Token $TRUMP und $MELANIA, der Abgang von SEC-Chef Gary Gensler und neue Initiativen wie das Department of Government Efficiency (DOGE) sorgten für Aufmerksamkeit. Diese Ereignisse hatten kurzfristig eine positive Wirkung auf die Stimmung unter Privatanlegern.
Allerdings wurde schnell klar, dass diese Entwicklungen keinen nachhaltigen Einfluss auf die fundamentalen Werte von Bitcoin hatten. Großinvestoren scheinen dies antizipiert zu haben und nutzten die Gelegenheit, ihre Positionen zu reduzieren.
Was passiert jetzt? Kann Bitcoin sich erholen?
Ein Hoffnungsschimmer bleibt: Historisch gesehen hat sich der Bitcoin-Kurs von der Unterstützung bei 97.500 USD häufig nach oben abgesetzt. Sollten Käufer auf diesem Niveau erneut zugreifen, könnte ein Rebound möglich sein.

Technische Analyse im Überblick:
- Parabolic SAR: Die Punkte über dem Kurs signalisieren einen anhaltenden Abwärtstrend, es sei denn, Bitcoin schafft es, die Marke von 109.588 USD zurückzuerobern.
- RSI (Relative Strength Index): Mit einem Wert von 48,75 liegt der Indikator im neutralen Bereich. Das deutet darauf hin, dass Bitcoin zwar schwächelt, aber noch nicht überverkauft ist.
Wenn die Unterstützung bei 97.500 USD hält, könnte der Kurs auf 103.260 USD zurückkehren – ein Niveau, das den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung markieren könnte. Sollte diese Marke jedoch fallen, droht ein Rückgang auf 94.000 USD oder tiefer.
Fazit: Unsicherheiten dominieren – Chancen bleiben
Der aktuelle Rückgang zeigt deutlich, wie sensibel der Kryptomarkt auf das Verhalten von Großinvestoren reagiert. Während die Euphorie rund um Trumps Amtseinführung kurzfristig für Auftrieb sorgte, scheinen institutionelle Anleger gezielt auf die Bremse getreten zu sein. Die Unterstützung bei 97.500 USD könnte jetzt ein entscheidender Wendepunkt sein.
Für Anleger bleibt die Situation spannend. Sollte sich Bitcoin auf diesem Niveau stabilisieren, könnten sich attraktive Einstiegsgelegenheiten ergeben. Doch Vorsicht: Ein Bruch dieses Supports könnte eine neue Verkaufswelle auslösen. Die kommenden Tage dürften zeigen, wie robust der Markt wirklich ist.
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