Bitcoin (BTC) ist am Donnerstagmorgen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unter die Marke von 92.000 Dollar gefallen, nachdem der Kurs zu Wochenbeginn daran gescheitert war, sich oberhalb eines wichtigen Widerstands zu behaupten. Die Nachfrage institutioneller Investoren zeigt in dieser Woche ein uneinheitliches Bild mit wechselnden Zu- und Abflüssen. An den Derivatemärkten bleibt die Stimmung derweil vorsichtig, was auf eine schwache bullische Überzeugung hindeutet.
Gemischte Stimmung bei institutioneller Nachfrage
Die Kapitalströme institutioneller Investoren spiegeln in dieser Woche bislang eine uneinheitliche Stimmung wider. Bei Bitcoin-Spot-ETFs wechselten sich Zu- und Abflüsse ab: Mittelzuflüssen von 697,25 Millionen Dollar am Montag standen laut Daten von SoSoValue Abflüsse von 243,24 Millionen Dollar am Dienstag gegenüber. Dies unterstreicht die Unsicherheit unter institutionellen Anlegern, da die schwankenden ETF-Flüsse auf eine vorsichtige Haltung gegenüber der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährung hindeuten.

Gesamte Nettozuflüsse bei Bitcoin-Spot-ETFs. Quelle: SoSoValue
CME-Händler bleiben abwartend
Ein Bericht von K33 Research vom Dienstag stellte fest, dass es an den Derivatemärkten keine Anzeichen für wachsenden Optimismus gibt. Demnach bleibt die Positionierung an der Chicago Mercantile Exchange (CME) weitgehend passiv. Die zum Jahresende eingesetzte Hebelwirkung ist auf deutlich niedrigere Niveaus gesunken, zeigte jedoch in den ersten Tagen des neuen Jahres eine leichte Erholung.
Die Terminprämien, wie in der nachstehenden Grafik dargestellt, haben in den vergangenen Handelstagen zugelegt und spiegeln damit eine leicht verbesserte Stimmung wider. Ein Anstieg des offenen Interesses an der CME um 11 Prozent von den Tiefständen Ende Dezember in Verbindung mit höheren Bitcoin-Preisen liegt jedoch weiterhin deutlich unter den Niveaus, die in weiten Teilen der Jahre 2024 und 2025 erreicht wurden. Dies unterstreicht die zurückhaltende Marktteilnahme.

CME-Bitcoin-Futures: Durchschnittliche tägliche Prämie für den Folgemonat. Quelle: K33 Research
Der Analyst kam zu dem Schluss, dass die Finanzierungssätze für Bitcoin niedrig geblieben und zuletzt ins Negative gedreht sind. Dies signalisiere eine defensive Positionierung, auch wenn das nominale offene Interesse schrittweise auf ein Sechs-Wochen-Hoch gestiegen sei und damit auf einen maßvollen und strukturell gesunden Aufbau von Engagements hindeute.

Bitcoin-Kursausblick: Rücksetzer nach Test wichtiger Widerstände
Der Bitcoin-Kurs schloss am Samstag oberhalb der oberen Begrenzung der Konsolidierungsspanne bei 90.000 Dollar. Am Montag legte BTC um fast vier Prozent zu und testete das 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement bei 94.253 Dollar, das ausgehend vom April-Tief bei 74.508 Dollar bis zum Allzeithoch im Oktober bei 126.199 Dollar berechnet wurde. Am Dienstag geriet die Erholung jedoch ins Stocken, da es dem Kurs nicht gelang, diesen Widerstand auf Schlusskursbasis zu überwinden. Am Mittwoch wurde Bitcoin leicht schwächer bei rund 91.900 Dollar gehandelt.
Sollte BTC auf Tagesbasis über 94.253 Dollar schließen, könnte sich die Erholung in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 100.000 Dollar fortsetzen.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 56 über der neutralen Marke von 50 und signalisiert, dass die Bullen weiterhin die Kontrolle über das Momentum haben. Zudem zeigt der MACD-Indikator ein bullisches Kreuzen sowie steigende grüne Histogrammbalken oberhalb der Nulllinie, was den positiven Ausblick zusätzlich stützt.

BTC/USDT-Tageschart
Sollte Bitcoin jedoch korrigieren und auf Tagesbasis unter den 50-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 91.745 Dollar fallen, könnte sich der Rückgang bis zur wichtigen Unterstützungszone bei 90.000 Dollar ausweiten.
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