Bitcoin pendelt um 109.000 Dollar – Fokus auf US-Zinsentscheidung und Jobdaten


Bitcoin notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unverändert bei rund 109.000 Dollar, nachdem die Marke von 110.000 Dollar nicht gehalten werden konnte. Während die Hoffnung auf Zinssenkungen der US-Notenbank stützt, belasten eine eingetrübte Marktstimmung und die traditionell schwächere September-Saison.

Seit dem Rekordhoch von 124.400 Dollar Mitte August hat die Kryptowährung mehr als zehn Prozent eingebüßt. Inzwischen scheint sich jedoch eine Unterstützung herauszubilden, da die Märkte verstärkt auf weitere geldpolitische Lockerungen der Fed setzen.

Laut dem CME FedWatch Tool rechnen Händler mit einer Wahrscheinlichkeit von 89 Prozent damit, dass die Fed auf ihrer September-Sitzung die Zinsen um 25 Basispunkte senken wird. Zwar stieg der Kern-PCE, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, zuletzt auf 2,9 Prozent. Doch die Märkte konzentrieren sich stärker auf die Warnung von Fed-Chef Jerome Powell beim Jackson-Hole-Symposium im vergangenen Monat, wonach die Abkühlung des Arbeitsmarktes ein Wachstumsrisiko darstelle – und damit den Weg für eine Zinssenkung öffne.

Im Mittelpunkt steht daher der Arbeitsmarktbericht am Freitag, der ein nachlassendes Jobwachstum zeigen dürfte. Schwächere Beschäftigungszahlen in Kombination mit hoher Arbeitslosigkeit könnten die Wetten auf Zinssenkungen untermauern – und so eine mögliche Erholung des Bitcoin-Kurses befeuern.

Allerdings hat sich die Marktstimmung eingetrübt. Europäische Indizes und US-Futures liegen deutlich im Minus, während Anleiherenditen auf Mehrjahreshochs steigen – ausgelöst durch Sorgen über wachsende Schuldenberge. Kurzfristig lastet diese Stimmung auf dem Bitcoin-Kurs, doch langfristig könnten genau diese Schuldenprobleme die Argumente für BTC stärken.

BTC-Handelsvolumen schwach

On-Chain-Daten zeigen, dass sich Marktteilnehmer zuletzt defensiv verhalten haben. Die Nachfrage blieb in der vergangenen Woche gedämpft. Laut Glassnode sind die Bitcoin-Handelsvolumina um neun Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar gefallen. Der Rückgang signalisiert ein nachlassendes Engagement und geringere Überzeugung unter Tradern.

STH-Kostenbasis als Unterstützung

Ein wichtiger Orientierungswert bleibt die Kostenbasis von kurzfristigen Investoren. On-Chain-Daten zeigen, dass diese – gemessen an den Käufen der letzten 155 Tage – bei 108.000 Dollar liegt. Diese Marke gilt als psychologische Grenze und fungiert in Bullenmarkt-Korrekturen häufig als Unterstützung. Sollte sie jedoch unterschritten werden, könnte sich die Schwäche im BTC-Kurs deutlich ausweiten.

Technischer Ausblick

Bitcoin stieß zuletzt am steigenden Trendkanal seit April und an der 50-Tage-Linie auf Widerstand. Nach dem Rücksetzer handelt BTC aktuell in einem abwärts gerichteten Kanal. Zwar konnte sich der Kurs vom Tief bei 107.500 Dollar auf 110.000 Dollar erholen und testet damit die obere Bandbreite des Kanals.

Für eine nachhaltige Erholung müssten Käufer den Kurs über 110.000 Dollar heben – sowie über 112.500 Dollar, das 23,6%-Fibonacci-Retracement zwischen dem Tief bei 74.500 und dem Hoch bei 124.400 Dollar. Erst oberhalb dieser Marke wäre die jüngste Verkaufswelle negiert, und ein Anstieg in Richtung 117.000 Dollar möglich. Auch der RSI müsste dafür über die 50-Marke klettern.

Auf der Gegenseite zielen Verkäufer darauf ab, die Unterstützung bei 107.500 Dollar zu durchbrechen, um die Verluste in Richtung 105.000 Dollar (5%-Fib-Retracement) auszuweiten. Fällt auch diese Marke, rückt die psychologisch wichtige Zone um 100.000 Dollar ins Blickfeld.

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