- Bitcoin fällt am Donnerstag unter 81.000 Dollar, da die unerwartet hohen US-VPI-Daten auf dem Markt lasten.
- In den USA notierte Spot-ETFs verzeichneten am Mittwoch Abflüsse in Höhe von 261,46 Mio. Dollar und signalisierten damit eine Schwäche der institutionellen Nachfrage.
- Die Marktteilnehmer blicken nun auf den US-EPI, der vor der Rede von Fed-Chef Warsh am Freitag für neue Impulse sorgen könnte.
Bitcoin (BTC) weitet seine Verluste aus und fällt am Donnerstag unter 81.000 Dollar, da die unerwartet hohen US-Inflationsdaten auf die Marktstimmung drücken. Die institutionelle Nachfrage schwächt sich ab, nachdem BTC-Spot Exchange-Traded Funds (ETFs) am Mittwoch Abflüsse von über 261 Mio. Dollar verzeichneten. Unterdessen werden Anleger den US-Erzeugerpreisindex (EPI) für Donnerstag und die Rede von Federal Reserve (Fed)-Chef Kevin Warsh am Freitag auf neue Hinweise zum geldpolitischen Ausblick hin beobachten, die dem Krypto-König die nächste Richtungsneigung geben könnten.
Hartnäckige Inflation begrenzt riskante Anlagen
Die am Mittwoch veröffentlichten US-Verbraucherpreisindex-(VPI)-Daten zeigten für September eine Jahresrate von 3,7 %, höher als erwartet und nach 3,4 % im August. Zudem stieg der Kern-VPI ohne die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie im selben Monat im Jahresvergleich um 2,6 % nach 2,4 % im August. Gleichzeitig legten der Gesamt- und der Kern-VPI gegenüber dem Vormonat um 0,6 % bzw. 0,3 % zu.
Diese höheren Werte deuteten auf einen breiteren Inflationsdruck hin und bestätigten die Markterwartungen weiterer Fed-Verschärfungen.
Laut dem CME FedWatch Tool preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 27 % für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) auf der geldpolitischen Sitzung im Oktober ein, nach 17 % am vergangenen Freitag. Steigende Erwartungen an eine straffere Geldpolitik belasten risikoempfindliche Anlagen.

Händler blicken nun auf die Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex (EPI) am Donnerstag. Darüber hinaus wird die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag auf weitere Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs hin beobachtet, die eine wichtige Rolle für die kurzfristige Kursdynamik des US-Dollars (USD) spielen und risikoanfälligen Anlagen wie BTC einen bedeutenden Impuls verleihen könnten.
Nachlassende institutionelle Nachfrage
Die institutionelle Nachfrage bleibt bislang in dieser Woche gemischt mit einer leichten bärischen Tendenz. Daten von SoSoValue zeigen, dass BTC-Spot-ETFs am Mittwoch einen Abfluss von 261,46 Mio. USD verzeichneten, nachdem am Dienstag ein Zufluss von 175,62 Mio. USD und am Montag ein leichter Abfluss von 65,40 Mio. USD gemeldet worden waren. Sollten diese Abflüsse anhalten und sich im Wochenverlauf verstärken, könnte BTC weiter nachgeben.

Bitcoin technischer Ausblick: Momentum zeigt Anzeichen einer Abkühlung
Der Bitcoin-Preis notiert bei 81.254 USD zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Donnerstag, nachdem er sich in dieser Woche bislang um mehr als 2,8% korrigiert hat. Trotz des Pullbacks hält sich BTC über dem 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 80.336 USD, dem 100-Tage-EMA bei 76.697 USD und dem 200-Tage-EMA bei 75.678 USD, was zusammengenommen eine konstruktive kurzfristige Tendenz stützt.
Allerdings hat sich das Momentum auf dem Tages-Chart abgekühlt, wobei der Relative Strength Index (RSI) unter die neutrale 50-Marke auf 45 gefallen ist. Das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt negativ und deutet darauf hin, dass der jüngste Anstieg eher konsolidiert als an Dynamik gewinnt.
Auf der Oberseite stellt der nächste markante Widerstand der horizontale Bereich nahe 85.000 USD dar, wo bei einer Fortsetzung der Bewegung durch die Käufer erneut Angebot auftreten könnte.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 50-Tage-EMA bei 80.336 USD. Ein tieferer Pullback würde den 100-Tage-EMA bei 76.697 USD und anschließend den 200-Tage-EMA bei 75.678 USD als übergeordnete trendbestimmende Unterstützungen freilegen.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Bitcoin, Altcoins und Stablecoins - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Bitcoin ist die größte Kryptowährung der Welt und fungiert als dezentralisierte digitale Währung, die von keiner zentralen Institution kontrolliert wird. Dadurch werden Transaktionen ohne Mittelsmänner ermöglicht.
Altcoins umfassen alle Kryptowährungen außer Bitcoin. Einige betrachten jedoch auch Ethereum als Ausnahme, da aus diesen beiden Währungen die meisten Forks entstehen. In diesem Sinne wäre Litecoin der erste Altcoin, der aus dem Bitcoin-Protokoll hervorging und als verbesserte Version gilt.
Stablecoins sind digitale Währungen, die entwickelt wurden, um einen stabilen Wert zu garantieren. Ihr Preis ist durch Reserven des jeweiligen Basiswerts gedeckt – häufig durch den US-Dollar (USD) oder andere Finanzinstrumente. Mithilfe von Algorithmen oder nachfragebasierten Mechanismen wird das Angebot dieser Kryptowährungen reguliert. Das Hauptziel von Stablecoins besteht darin, Investoren einen unkomplizierten Ein- und Ausstieg in den Kryptowährungsmarkt zu ermöglichen. Zudem bieten sie eine Möglichkeit, Vermögenswerte zu sichern, da der volatile Charakter von Kryptowährungen oft ein Risiko darstellt.
Die Bitcoin-Dominanz beschreibt das Verhältnis der Marktkapitalisierung von Bitcoin zur gesamten Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen. Diese Kennzahl gibt Aufschluss über das Anlegerinteresse an Bitcoin im Vergleich zu anderen Kryptowährungen. Eine hohe Bitcoin-Dominanz ist häufig ein Vorbote für einen Bullenmarkt, da Investoren in Zeiten steigender Kurse verstärkt in Bitcoin als stabilere Kryptowährung mit hoher Marktkapitalisierung investieren. Ein Rückgang der Bitcoin-Dominanz deutet hingegen darauf hin, dass Anleger Kapital und Gewinne in Altcoins umschichten, um von deren höheren Renditepotenzialen zu profitieren, was oft einen Boom bei Altcoins auslöst.
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