Bitcoin (BTC) und die meisten führenden Kryptowährungen zeigten sich am Mittwoch stabil, obwohl die US-Notenbank (Fed) den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte senkte.
Das Federal Open Market Committee (FOMC) kündigte am Mittwoch die Zinssenkung an und erfüllte damit die Erwartungen der Märkte.
Die Mehrheit der Ausschussmitglieder rechnet zudem mit zwei weiteren Senkungen noch in diesem Jahr – vor allem wegen Sorgen um den Arbeitsmarkt. Es ist die erste Zinssenkung der Fed im Jahr 2025 und wurde seit Wochen mit Spannung erwartet.
Neumitglied Stephen Miran, der in dieser Woche als Gouverneur vereidigt wurde, stimmte als einziger für eine stärkere Senkung um 50 Basispunkte. Sechs Mitglieder plädierten für keine weiteren Schritte, während neun für zwei zusätzliche Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte votierten.
„Jüngste Indikatoren deuten darauf hin, dass das Wachstum der wirtschaftlichen Aktivität in der ersten Jahreshälfte nachgelassen hat“, erklärte die Fed am Mittwoch. „Die Beschäftigungszuwächse haben sich verlangsamt, und die Arbeitslosenquote ist leicht gestiegen, bleibt jedoch niedrig. Die Inflation ist gestiegen und bleibt etwas erhöht.“
Die Entscheidung folgt auf den wiederholten Druck von US-Präsident Donald Trump, der Zinssenkungen forderte und sogar drohte, Fed-Chef Jerome Powell zu entlassen.
Niedrigere Zinsen machen klassische verzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen oft unattraktiver. Anleger suchen dann verstärkt nach Alternativen mit höheren Renditen – darunter Aktien und möglicherweise auch Kryptowährungen.
Am Kryptomarkt blieb die Wirkung der Entscheidung jedoch gering: Bitcoin notierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 116.000 US-Dollar, nachdem er vor der FOMC-Sitzung kurzzeitig über 117.000 US-Dollar gestiegen war. Auch Altcoins wie Ethereum (ETH), XRP, BNB und Solana (SOL) legten leicht zu – jeweils etwas mehr als zwei Prozent.
Die verhaltene Reaktion deutet darauf hin, dass Investoren den Schritt bereits weitgehend eingepreist hatten.
Das Verhalten von Bitcoin spiegelte den S&P 500 (SPX) wider, der nach der Fed-Entscheidung ebenfalls leicht nachgab. Laut der Bank hat der Index in der Vergangenheit in 50 Prozent der Fälle den Monat nach einer Zinssenkung mit Verlusten beendet.
Gleichzeitig zeigt die Statistik: Ein Jahr nach einer Zinssenkung legt der S&P 500 historisch im Schnitt um 15 Prozent zu, wenn er nahe an einem Rekordhoch notiert. Das könnte auch Bitcoin beeinflussen, der in den vergangenen Jahren eine zunehmend enge Korrelation zum Index gezeigt hat.
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