Bitcoin bleibt unter Druck, während der Kurs am Donnerstag bei rund 110.600 US-Dollar verharrt und eine wichtige aufsteigende Trendlinie testet.
Steigende geopolitische Spannungen und neue Handelskonflikte zwischen den USA und China dämpfen die Risikobereitschaft der Anleger. Ein Bericht von Copper Research deutet darauf hin, dass Bitcoin (BTC) das Niveau von 100.000 US-Dollar erneut testen könnte, bevor die Aufwärtsdynamik zurückkehrt.
Bitcoin stabilisiert sich bei gedämpfter Risikoneigung
Die Erholung des Bitcoin-Kurses hat sich in dieser Woche verlangsamt. Die zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sowie die wiederaufgeflammten Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China drücken auf die Marktstimmung. Am Donnerstag notierte BTC bei etwa 110.600 US-Dollar.
Am Mittwoch warnte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Russland vor möglichen Konsequenzen bei anhaltender Aggression im Ukraine-Krieg. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er erwäge die Lieferung von Marschflugkörpern des Typs Tomahawk mit größerer Reichweite an die Ukraine.
Unterdessen verschärften sich die Handelskonflikte zwischen den USA und China, nachdem beide Seiten in dieser Woche wechselseitig Hafenabgaben erhoben hatten. Zusätzlich kündigte Trump an, den Handel mit Speiseöl aus China aussetzen zu wollen, als Reaktion auf die Weigerung Pekings, US-Sojabohnen zu kaufen.
Trump erklärte, er sehe die USA in einem umfassenden Handelskrieg mit China. US-Finanzminister Scott Bessent schlug jedoch vor, Importzölle auf chinesische Waren länger als drei Monate auszusetzen, falls China im Gegenzug auf geplante Exportbeschränkungen für Seltene Erden verzichte.
Diese anhaltenden geopolitischen Spannungen und Handelskonflikte zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt haben die Unsicherheit an den Märkten erhöht und die Risikobereitschaft deutlich eingetrübt – ein ungünstiges Umfeld für risikoreiche Anlagen wie Bitcoin.
Warum Bitcoin vor einem Rücksetzer auf 100.000 US-Dollar stehen könnte
Ein am Dienstag veröffentlichter Bericht von Copper Research weist darauf hin, dass laut historischen Mustern weiteres Abwärtspotenzial besteht.
Demnach könnte Bitcoin im laufenden Monat erneut die Marke von 100.000 US-Dollar testen und damit seine langfristige Unterstützungszone – den gleitenden 52-Wochen-Durchschnitt – berühren, wie es in den vergangenen Jahren mehrfach der Fall war.
„Ein klarer Bruch dieser Linie würde einen echten Regimewechsel signalisieren, vergleichbar mit den Entwicklungen in den Jahren 2014, 2018 und 2022. Sollte sich die historische Abfolge fortsetzen, wäre ein solcher Wechsel frühestens 2026 zu erwarten“, erklärte der Analyst.
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Fadi Aboualfa, Forschungsleiter bei Copper, sagte gegenüber FXStreet: „Trotz der jüngsten Marktturbulenzen bleibt die Bewegung von Bitcoin im Einklang mit den langfristigen Trendmustern, die sich dem 52-Wochen-Durchschnitt angenähert haben. Mit starkem ETF-Einfluss und technischen Unterstützungsfaktoren wäre ein kurzer Rückgang auf 100.000 US-Dollar als gesunde Korrektur zu werten, nicht als Grund zur Sorge.“
BTC-Finanzierungsraten fallen auf Tiefstände wie zu FTX-Zeiten 2022
Trotz der jüngsten Turbulenzen gibt es erste Anzeichen für Stabilisierung. Der drastische Abbau von Fremdfinanzierung hat den Druck auf den Futures-Markt stark erhöht, wobei die Finanzierungsraten auf Niveaus gefallen sind, die zuletzt beim Zusammenbruch von FTX Ende 2022 erreicht wurden.
Über alle Perpetual-Futures hinweg drehten die annualisierten Finanzierungsraten kurzzeitig deutlich ins Negative. Das deutet darauf hin, dass Händler eine Prämie zahlten, um Short-Positionen zu halten, nachdem bullische Hebelpositionen aufgelöst worden waren. Dies markiert eine vollständige Umkehr der Marktstimmung, da Anleger inmitten von Zwangsliquidationen rasch Risiken abbauten.
Historisch betrachtet traten solche extremen Finanzierungsanpassungen oft in Phasen maximaler Angst auf und kennzeichneten das Ende größerer Bereinigungen. Sie gelten häufig als Ausgangspunkt für eine stabilere Erholungsphase im mittleren Zeithorizont.

Bitcoin-Ausblick: Indikatoren deuten auf mögliche Korrektur hin
Am Dienstag prallte der Bitcoin-Kurs an der 50-Tage-Exponentiellen-Gleitenden-Durchschnittslinie (EMA) bei 115.154 US-Dollar ab und sank am Folgetag um fast vier Prozent. Am Donnerstag lag BTC bei rund 110.600 US-Dollar und näherte sich einer aufsteigenden Trendlinie.
Ein Bruch und Schlusskurs unterhalb dieser Trendlinie könnte den Rückgang in Richtung der täglichen Unterstützung bei 107.245 US-Dollar ausweiten, die in etwa mit der 200-Tage-EMA bei 108.084 US-Dollar übereinstimmt.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt im Tageschart bei 40 und signalisiert zunehmendes Abwärtsmomentum. Zudem hatte der MACD-Indikator bereits in der Vorwoche ein bärisches Crossover gezeigt, das weiterhin Bestand hat und den negativen Ausblick untermauert.

Auf der anderen Seite könnte ein Erholungsversuch den Kurs zurück in Richtung der 50-Tage-EMA bei 115.154 US-Dollar führen.
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