Bitcoin (BTC) ist am Mittwoch von 115.000 auf die wichtige Marke von 110.000 US-Dollar gefallen, nachdem die US-Notenbank (Fed) trotz einer weithin erwarteten Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) bei ihrer Oktobersitzung eine vorsichtige Haltung signalisiert hatte.
Ethereum (ETH) rutschte unter 4.000 US-Dollar und durchbrach kurzzeitig die Marke von 3.900 US-Dollar, bevor es sich in der Nähe von 3.850 US-Dollar stabilisierte. XRP gab leicht nach und bewegte sich in Richtung 2,50 US-Dollar.
Der Rückgang führte laut Daten von Coinglass in den vergangenen 24 Stunden zu Liquidationen im Kryptomarkt von mehr als 589 Millionen US-Dollar. Long-Positionen waren dabei mit 454,8 Millionen US-Dollar am stärksten betroffen.
Bitcoin-Longs traf es am härtesten – Positionen im Wert von 190,7 Millionen US-Dollar wurden aufgelöst. Bei Ethereum beliefen sich die Long-Liquidationen auf 126,4 Millionen US-Dollar. Die größte einzelne Liquidation war eine BTCUSD-Position über 11 Millionen US-Dollar auf der Plattform Bybit.
Powells Äußerungen sorgen für Zurückhaltung bei Anlegern
Auf ihrer Oktobersitzung setzte die Fed ihren Kurs einer lockeren Geldpolitik fort und senkte die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4 Prozent. Während die Entscheidung weithin erwartet worden war, sorgte Fed-Chef Jerome Powell mit seinen anschließenden Kommentaren für Überraschung. Er deutete an, dass die Notenbank bei ihrem nächsten Treffen eine abwartende Haltung einnehmen könnte.
„Eine weitere Senkung des Leitzinses bei der Dezembersitzung ist keineswegs ausgemacht, ganz im Gegenteil“, sagte Powell. Er verwies darauf, dass der derzeitige Regierungsstillstand in den USA zu einem Mangel an wichtigen Wirtschaftsdaten führe, was eine Fortsetzung des aktuellen geldpolitischen Kurses erschweren könnte. Zudem gebe es unter den Notenbankern unterschiedliche Ansichten über das weitere Vorgehen.
„Die heutige Senkung ist unterstützend, aber der Datenstillstand durch den Shutdown macht die nächsten Schritte der Fed unvorhersehbar – und genau das mögen die Märkte am wenigsten“, sagte RedStone-Mitgründer Marcin Kazmierczak gegenüber FXStreet. „Diese Unsicherheit dürfte die Volatilität bei Bitcoin und am breiteren Kryptomarkt bis zum Jahresende erhöhen“, fügte er hinzu.
Marktteilnehmer blicken nun auf das für Donnerstag angesetzte Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der gesamte Kryptomarkt in den vergangenen 24 Stunden rund ein Prozent im Minus.
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