Die Luft wird dünner am Kryptomarkt. Bitcoin (BTC) fällt am Donnerstag leicht zurück auf rund 104.600 US-Dollar. Auch bei Ethereum (ETH) und Ripple (XRP) lässt die Aufwärtsdynamik spürbar nach. Während BTC und XRP an kritische Unterstützungen heranlaufen, steckt Ethereum in einer hartnäckigen Seitwärtsphase fest – und genau darin könnte die nächste Bewegung vorbereitet werden.

Bitcoin: Kippt die Stimmung unter 100.000 US-Dollar?

Nach einem Tageshoch bei 105.240 US-Dollar rutscht Bitcoin im Tagesverlauf wieder auf 104.546 US-Dollar ab. Für sich genommen kein Drama – doch es ist bereits die zweite bärische Tageskerze in Folge, und im Wochenverlauf steht damit ein Minus von knapp 1 % zu Buche.

Charttechnisch wird es jetzt ernst: Auf dem Tageschart zeichnet sich ein mögliches Head-and-Shoulders-Muster ab – eine klassische Umkehrformation. Die Nackenlinie liegt bei 102.315 US-Dollar. Sollte der Kurs darunter schließen, könnte das den Weg freimachen für einen Rutsch Richtung 100.000 US-Dollar.

Ein Blick auf die gleitenden Durchschnitte zeigt: Erste Unterstützung bietet die 50-Tage-EMA bei 100.946 US-Dollar – doch auch diese ist nicht in Stein gemeißelt.

Die technischen Indikatoren bestätigen den nachlassenden Schwung: Der Relative Strength Index (RSI) pendelt wieder um die Marke von 50 – zum zweiten Mal seit Freitag. Das zeigt: Der Kaufdruck flaut ab. Gleichzeitig dreht der MACD – die Linien bewegen sich zurück zur Nulllinie, was ebenfalls auf eine Abschwächung des Aufwärtstrends hindeutet.

BTC

Aber: Noch ist nichts entschieden. Sollte es Bitcoin gelingen, sich über das Wochenhoch bei 106.794 US-Dollar zu schieben, wäre das bärische Muster vom Tisch – und der Weg frei in Richtung Allzeithoch bei 111.980 US-Dollar.

Ethereum: Stillstand mit Sprengkraft

Bei Ethereum tut sich wenig – und genau das macht es spannend. Nach einem kurzen Rücksetzer am Mittwoch bei 2.679 US-Dollar hat sich am Donnerstag kaum Bewegung ergeben. Der Kurs hält sich weiter über der wichtigen 200-Tage-EMA bei 2.462 US-Dollar.

Damit bleibt Ethereum vorerst in der Konsolidierung. Positiv: Die Kursgewinne aus der Mai-Rallye wurden bislang verteidigt. Doch es gibt auch Schwächesignale: In den vergangenen Tagen scheiterte Ethereum fünfmal an der Marke von 2.700 US-Dollar. Und jedes dieser gescheiterten Ausbruchsversuche ging mit einem schwächeren Hoch im RSI einher – ein klares Zeichen für nachlassende Kaufkraft und eine mögliche Trendwende.

Dennoch: Es gibt auch optimistische Argumente. Die 50- und 100-Tage-EMAs haben gerade ein bullishes Crossover vollzogen – ein technisches Signal, das oft auf einen bevorstehenden Aufschwung hindeutet.

ETH

Wird die Marke von 2.700 US-Dollar nachhaltig überwunden, könnte das der Startschuss für eine Bewegung in Richtung 3.525 US-Dollar sein – dem 78,6 % Fibonacci-Retracement zwischen dem Dezemberhoch bei 4.107 US-Dollar und dem Apriltief bei 1.385 US-Dollar.

Auf der anderen Seite gilt: Fällt der Kurs unter die 200-Tage-EMA, droht ein Rücksetzer auf die 50-Tage-EMA bei 2.340 US-Dollar. Das wäre ein klares Schwächesignal.

XRP: Das Dreieck wird brüchig

Ripple (XRP) hat bereits am Mittwoch rund 1,95 % verloren – am Donnerstag geht es weiter abwärts mit einem Minus von über 0,5 %. Der Kurs fällt unter 2,20 US-Dollar, und das ausgerechnet in einer heiklen charttechnischen Lage.

XRP steckt derzeit in einer Dreiecksformation, die sich aus den Monatshochs von Januar, März und Mai sowie den Tiefs aus April und Mai gebildet hat. Jetzt droht der Bruch nach unten.

Technisch gesehen wird es eng: Der Kurs sitzt genau zwischen der 200-Tage-EMA bei 2,08 US-Dollar und den fallenden 50- und 100-Tage-EMAs bei etwa 2,26–2,27 US-Dollar. Der MACD ist ins Minus abgerutscht, der RSI kippt unter die 50er-Linie – die Signale deuten klar nach unten.

XRP

Sollte XRP die 200-Tage-EMA nicht verteidigen können, liegt die nächste Haltelinie bei 1,79 US-Dollar – dem Tiefpunkt vom April. Dort könnte eine größere Gegenbewegung einsetzen.

Umgekehrt gilt: Gelingt XRP eine Rückeroberung der 50-Tage-EMA, rückt das Maihoch bei 2,58 US-Dollar wieder in den Fokus.

Was Anleger jetzt wissen müssen

Die drei großen Coins stehen an einem entscheidenden Punkt. Bitcoin kämpft mit einer möglichen Top-Bildung, Ethereum verharrt gefährlich still, und XRP droht nach unten auszubrechen.

Die nächsten Tage dürften zeigen, ob wir gerade eine harmlose Verschnaufpause sehen – oder den Beginn einer tieferen Korrektur. Gerade jetzt lohnt es sich, die Unterstützungsniveaus und technischen Signale besonders genau im Blick zu behalten. Denn: Sollte Trump seine wirtschaftsfreundliche Rhetorik in den nächsten Wochen mit klaren Aussagen zu Krypto-Märkten untermauern, könnten sich die Vorzeichen sehr schnell ändern.

Noch ist alles offen – aber allzu viel Zeit bleibt nicht mehr, bevor sich der Markt für eine Richtung entscheidet.


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