Bitcoin (BTC) hält sich am Donnerstag stabil bei rund 83.100 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung diese Woche um knapp 3 % gestiegen ist. Der Grund für die Erholung? Die neuesten Inflationszahlen aus den USA für Februar fielen niedriger aus als erwartet. Das weckt Hoffnungen, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen früher senken könnte.
Doch die nächsten Wirtschaftsdaten stehen bereits an: Am Donnerstag werden die Zahlen zum Produzentenpreisindex (PPI) und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Sie könnten weitere Hinweise darauf geben, wie es mit der Geldpolitik weitergeht – und damit auch mit Bitcoin. Gleichzeitig sorgt ein Bericht von CryptoQuant für Unsicherheit. Die Analyse legt nahe, dass Bitcoin sich möglicherweise am Beginn eines Bärenmarktes befindet.
US-Inflationsdaten sorgen für Bitcoin-Erholung – aber wie lange noch?
Am Mittwoch schaffte es Bitcoin, über 83.680 US-Dollar zu steigen. Der Hauptgrund: Die Inflation in den USA ist im Februar stärker gesunken als erwartet. Das hat Spekulationen ausgelöst, dass die Fed ihre Geldpolitik früher lockern könnte – ein Szenario, das riskante Anlagen wie Bitcoin in der Vergangenheit gestützt hat.
Aber nicht alle Signale sprechen für eine Fortsetzung der Erholung. US-Präsident Donald Trump setzt auf neue Handelszölle, die das Wirtschaftswachstum dämpfen könnten. Eine schwächere Konjunktur könnte dazu führen, dass Anleger verstärkt auf traditionelle Sicherheitswerte setzen, anstatt auf Kryptowährungen.
Letztlich bleibt es ein Balanceakt: Sinkt die Inflation weiter und schwächelt der Arbeitsmarkt, steigen die Chancen auf baldige Zinssenkungen – gut für Bitcoin. Ziehen die Preise dagegen wieder an, könnte die Fed an ihrer straffen Geldpolitik festhalten, was riskante Anlagen unter Druck bringen würde. Deshalb blicken die Märkte gespannt auf die anstehenden Wirtschaftsdaten.
Der BITCOIN Act von 2025: USA planen eine nationale Bitcoin-Reserve
Es gibt aber noch eine ganz andere Entwicklung, die Bitcoin langfristig in eine völlig neue Dimension katapultieren könnte. Der republikanische Kongressabgeordnete Nick Begich aus Alaska hat im US-Repräsentantenhaus den BITCOIN Act of 2025 eingebracht. Der Plan: Die USA sollen eine Strategische Bitcoin-Reserve (SBR) aufbauen, um ihre finanzielle Unabhängigkeit zu stärken.
Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die US-Regierung in den nächsten fünf Jahren eine Million Bitcoin kauft. Das wäre ein Bestand, der sich mit den staatlichen Goldreserven messen lassen könnte.
„Kein einziger Steuerdollar wird dafür verwendet“, stellte Begich beim Bitcoin for America Summit klar.
Seiner Ansicht nach ist das Gesetz ein konsequenter Schritt nach vorn:
„Präsident Trumps Executive Order hat die Grundlage für eine langfristige nationale Strategie für Bitcoin geschaffen. Jetzt sorgen wir dafür, dass diese Vision Wirklichkeit wird.“
Sollte der BITCOIN Act verabschiedet werden, wäre das ein Wendepunkt in der US-Finanzpolitik. Bitcoin würde offiziell als strategisches Asset anerkannt – und das könnte den Kurs in ganz neue Höhen treiben.
Begich verteidigt das Gesetz als finanziell verantwortungsbewusst:
- Kein Steuergeld wird genutzt.
- Bitcoin ist zensurresistent und nicht manipulierbar.
- Es steht für wirtschaftliche Freiheit und Innovation – Werte, die die USA auszeichnen.
Ob der BITCOIN Act tatsächlich Realität wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Die US-Regierung nimmt Bitcoin immer ernster – und das könnte langfristig große Auswirkungen auf den gesamten Krypto-Markt haben.
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