Der US-Dollar hat seine Gewinnserie am Donnerstag unaufhaltsam fortgesetzt. Selbst der Rückgang der zuletzt stark gestiegenen US-Rendite konnte den Greenback nicht stoppen. Als Auslöser für den Kursanstieg gelten gute US-Konjunkturdaten.
Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sank auf den tiefsten Stand seit 49 Jahren. Der viel wichtigere Vier-Wochen-Durchschnitt sank von 231.000 auf 229.000. Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter stieg um 2,6 Prozent. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 1,6 Prozent gerechnet. Das Defizit mit dem Rest der Welt sank von 75,9 Milliarden Dollar auf 68 Milliarden Dollar.
Unterdessen hat die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen. Hinweise auf den künftigen Kurs der Geldpolitik gab es nicht. Vielmehr lobten die Währungshüter die Wachstumsaussichten und glauben an eine mittelfristige Rückkehr der Inflation in Richtung des Zielwertes von 2 Prozent.
Im Fokus der Marktteilnehmer stehen heute die Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal. Den Konsensschätzungen zufolge rechnen Volkswirte mit guten Wachstumszahlen. Zum Jahresauftakt ist aber der Auftragseingang der zivilen Investitionsgüter zurückgegangen, während der Auftragseingang ohne den Transportsektor stagnierte. Zugleich waren die Umsätze der Einzelhändler schwach ausgefallen. All das spricht für ein geringeres Wachstum in den ersten drei Monaten bis März.
Sollte das Bruttoinlandsprodukt die Konsensschätzungen verfehlen, könnten wir Gewinnmitnahmen im Greenback sehen.
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