Tesla Motors (WKN A1CX3T), der wohl bekannteste Hersteller von Elektromobilen, geleitet von Reizfigur von Elon Musk, hat einen dreijährigen Lithiumliefervertrag mit der australischen Kidman Resources (WKN A1CV96) abgeschlossen.

Der zu einem fixen Preis geschlossene Deal läuft an, sobald Kidmans Projekt in Westaustralien in Produktion geht, hieß es. Kidman entwickelt das Lithiumprojekt Mount Holland im Joint Venture mit der chilenischen SQM (WKN 895007), dem weltweit zweitgrößten Produzenten des gefragten Batterierohstoffs. Schätzungen zufolge enthält Mount Holland rund 7 Mio. Tonnen Lithium.

Darüber hinaus errichtet man eine Anlage, um das Lithium in batteriefähiges Material weiterzuverarbeiten. Die Bauarbeiten daran sollen 2021 beginnen. Aktuell geht ein Großteil des in Australien geförderten Lithiums zur Verarbeitung nach China.
 
Tesla hatte 2015 einen vergleichbaren Deal mit Pure Energy Minerals (WKN A111EG) abgeschlossen, einem Unternehmen, das über ein Projekt in Nevada verfügt.

Die Partnerschaft mit SQM dürfte von großem Vorteil für Kidman sein, da die chilenische Gesellschaft zu den erfahrensten Lithiumproduzenten der Welt gehört und das Batteriemetall seit den 1990er Jahren aus Sole in der Atacama-Wüste produziert.

Kidmans Vertrag mit Tesla ist so gestaltet, dass der Elektromobilhersteller das Lithium von Mount Holland abnehmen oder eine Strafe zahlen muss.

Der Deal ist demonstriert erneut das große Interesse von Automobilherstellern und Batterieproduzenten, sich eine sichere Angebotsquelle des Batterierohstoffs zu sichern, um so für die in Zukunft erwartete, hohe Nachfrage nach Elektromobilen gerüstet zu sein. Analysten zufolge sollte die Lithiumnachfrage bis 2025 um das Vierfache steigen.


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