Unter den bedeutenderen Edelmetallen hat Silber 2022 die schwächste Performance abgeliefert. Analysten glauben aber, dass der Preis weit genug zurückgegangen ist, um nun eine moderate Erholung zu rechtfertigen.

Der kleine Bruder des Goldes musste im bisherigen Jahresverlauf rund 11% abgeben, was Experten vor allem auf den stärkeren US-Dollar, steigende Zinsen und ein langsameres Wirtschaftswachstum zurückführen. Die Analysten von HSBC Securities USA aber sind der Ansicht, wie sie vor Kurzem erklärten, dass der Silberpreis später im Jahr wieder anziehen könnte. Die Nachfrage aus den Bereichen Elektronik und Photovoltaik könne die Industrienachfrage stützen, während die Nachfrage von Privatanlegern und aus dem Schmucksektor sich stark zeigen würde, hieß es weiter.

Nach Meinung der HSBC ist Silber deshalb überverkauft, zumal ein Großteil der Silbernachfrage aus Bereichen stamme, die nicht unter einer allgemeinen Verlangsamung der Wirtschaft leiden dürften. Zudem sorge der Rückgang des Silberpreises dafür, dass die Nachfrage von den wichtigsten Verbrauchern China und Indien steigen sollte.

Es gebe aber dennoch Herausforderungen für das Edelmetall, da die Welt sich auf das Ende der Stimulusmaßnahmen der Notenbanken und eine schwächere Wirtschaftsentwicklung vorbereite.

Die HSBC-Experten bleiben also positiv gestimmt, senken aber dennoch ihre Prognosen. Sie rechnen jetzt für 2022 mit einem Durchschnittspreis von 22,25 USD pro Unze Silber und 23,50 USD pro Unze im kommenden Jahr.

Natürlich hängt der Silberpreis auch stark von der Entwicklung des Goldpreises ab. Sollte Gold in eine wirkliche Erholungsphase übergehen, könnte Silber das gelbe Metall aber outperformen, glauben Experten.

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