Die Edelmetalle Silber und Gold haben sich von ihren Tiefs im Spätsommer 2022 deutlich erholt. Dabei haben der schwächere US-Dollar und die sinkenden Renditen bei den US-Staatsanleihen als treibende Kräfte in der Rally gewirkt. Doch seit einigen Wochen zeihen sich die Käufer zurück und es setzen Gewinnmitnahmen ein. Silber ist vom Hoch inzwischen gut 14 Prozent zurückgekommen. Sind das jetzt Kaufkurse oder muss mit weiteren Abschlägen gerechnet werden?
Fundamentale Fakten über Silber
Die Preisentwicklung einer Unze Silber in USD wird maßgeblich vom Wert des US-Dollar und dem Zinsniveau in den USA bestimmt. Im Oktober vergangenen Jahres hat der US-Dollar im Bereich der Marke um 114,00 USD angefangen ein Doppeltop auszubilden, aus dem sich ein handfester Abwärtstrend mit einem Kursrutsch auf unter 102,00 USD entwickelt hat. Im gleichen Zeitraum sind die Zinsen für 10-jährige US-Staatsanleihen deutlich von ihren Jahreshochs zurückgekommen.
Silber im Chartcheck

Legt man diese Entwicklung über den Wochenchartverlauf von Silber, ist die Korrelation zum US-Dollar und zum US-Zinslevel deutlich erkennbar. Silber hat bereits im Spätsommer 2022 mit einer Bodenbildung angefangen, die die Grundlage für den später entstandenen Aufwärtstrend auf Wochenbasis gelegt hat. Die Kursrückgänge der letzten Handelswochen stellen in diesem Kontext somit die Korrektur der Herbst- und Jahresendrally im Silber dar. Charttechnisch bietet der Bereich zwischen 20,50 USD bis 21,50 USD ein Unterstützungslevel aus, dass durchaus das Potential bietet, einen Boden für die nächste Rally zur Chartoberseite zu stellen. Allerdings muss auch klar gesagt werden, dass eine neue Rally durchaus auf die Unterstützung des Bondmarktes angewiesen ist. Wird die Marke von 20,50 USD abverkauft, rückt die Unterstützung an den Tiefs bei gut 18,00 USD in den Fokus.
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