Der Zinkproduzent Pasinex Resources (CSE: PSE; FRA: PNX) meldet in seinem heute vorgelegten Quartalsbericht ein operativ starkes erstes Quartal 2018. Der Beteiligungsertrag aus dem 50prozentigen Joint Venture Horzum AS stieg in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 3 Mio. CAD, was einer Steigerung um 155 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das verdankt sich vor allem dem höheren Zinkpreis.
Dennoch lag der Nettogewinn am Ende leicht unter dem Ergebnis des ersten Quartals 2017. Dafür verantwortlich ist in erster Linie die einmalige Abschreibung von 1,7 Mio. CAD aufgrund der Entscheidung, das Kupferprojekt Golcuk nicht weiter fortzuführen. Das konsolidierte Nettoergebnis beläuft sich im ersten Quartal 2018 auf 0,7 Mio. CAD gegenüber 0,9 Mio. CAD im Vorjahreszeitraum.
Die Produktivität der Pinargozu Mine ist das Aushängeschild von Pasinex. Die Produktion stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht auf 13.037 Tonnen (11.786 Tonnen Q1, 2017). Die Profitabilität erreichte eine neue Höchstmarke. Bei Produktionskosten von 0,19 CAD pro Tonne erzielte das Joint Venture eine Bruttomarge von sage und schreibe 81 Prozent (gegenüber 50 Prozent in Q1 2017).
Pinargozu dürfte mit diesen Werten zu den kostengünstigsten und zugleich profitabelsten Zinkminen weltweit zählen. CEO Steve Williams äußerte sich zuversichtlich, dass die Produktion auf der Pinargozu Mine im laufenden Jahr das Ziel von 54.000 bis 60.000 Tonnen Jahresproduktion erreichen wird. Er kündigte an, dass Pasinex seine Explorationsanstrengungen auf die Erweiterung der Vorräte rund um Pinargozu richten werde. Neu hinzu gekommen sei das Zinkprojekt Gunman in Nevada, auf dem in Kürze gebohrt werden soll.
Im März dieses Jahres haben die Joint Venture Partner beschlossen, eine Dividende in Höhe von 40 Mio. Türkische Lira an die beiden Partner Akmetal und Pasinex auszuschütten. Stand 25 Mai hatte Pasinex 0,8 Mio. CAD an Dividenden erhalten. Pasinex rechnet mit dem laufendem Cash Flow aus den Dividendenzahlungen und möchte am Ende des Jahres trotz der zusätzlichen Ausgaben für Gunman ein finanzielles Polster bilden. In diesem Zusammenhang thematisiert der Quartalsbericht auch den Verfall der Türkischen Lira.
Die türkische Währung verliert seit Jahren konstant an Wert, war aber in den vergangenen drei Wochen nochmals um 20 Prozent gegenüber dem kanadischen und amerikanischen Dollar abgerutscht. Die Währungsentwicklung hat für Pasinex einen doppelten Effekt, der sich zum Teil ausgleicht. Einerseits profitiert Pasinex, weil die Produktionskosten im Joint Venture in Türkischer Lira berechnet werden, während das Zinkkonzentrat in harten US-Dollar bzw. in EUR verkauft wird. Am Ende erhöht dies die Profitabilität des Joint Ventures. Das Risiko liegt dagegen bei der vereinbarten Dividende, von der noch 17,6 Mio. Türkische Lira ausstehen. Schlimmstenfalls könnte Pasinex hier aufgrund der Währungseffekte Einbußen erleiden.
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