Nach einem unheimlichen Höhenflug in den zurückliegenden Wochen haben die Ölpreise den zweiten Tag in Folge zurückgesetzt. Verantwortlich für die negative Entwicklung waren dabei gleich mehrere Faktoren.
So meldete die US-Energiebehörde gestern, dass die Bestände an Rohöl um 2,2 Millionen Barrel im Vergleich zur vergangenen Woche gestiegen sind. Von Reuters befrage Volkswirte hatten im Vorfeld durchschnittlich mit einem Rückgang um 2,8 Millionen Barrel gerechnet. Zugleich sind die Lagerbestände im wichtigen Umschlagort Cushing um 720.000 Barrel gestiegen. Positiv war, dass die Benzinlagerbestände um 3,3 Millionen Barrel sanken.
Der Preis der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich nach den Daten zweitweise auf 56,39 Dollar. Kurz darauf erfolgte eine Konterbewegung auf 57,89 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2015. Investoren ergriffen jedoch die Gelegenheit und tätigten an den hohen Preisen Leerverkäufe, so dass eine lange Lunte mit einem kleinen roten Kerzenkörper entstand. Das Korrekturpotenzial ist daher beträchtlich.
Als Belastungsfaktor erwies sich außerdem die Prognose der US-Energiebehörde vom Dienstag, wonach die US-Rohölproduktion im kommenden Jahr weiter steigen dürfte.
Positiv war hingegen, dass die Nachfrage nach Öl nach Meinung der Opec im nächsten Jahr zulegen dürfte. Das dürfte aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein, denn wie Commerzbank-Rohstoffanalyst Eugen Weinberg herausstellte, soll das „globale Angebot von Öl aus Gesteinsschichten bis 2020 auf 7,0 Mio. und bis 2030 auf 9,22 Mio. Barrel pro Tag steigen.“ Vor einem Jahr lagen die Schätzungen jeweils 2,5 Mio. Barrel pro Tag niedriger, so Weinberg.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Preisanstieg bei Rohöl, den wir in den vergangenen Wochen gesehen haben, sich so nicht fortsetzen wird. Das Überangebot bleibt bestehen, so dass wir mit einem baldigen Wiedersehen des jüngsten Ausbruchsniveau bei 52,48 rechnen.

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