Von den Tiefs im Juni 2017 hat die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gut 30 Dollar an Wert gewonnen. In der Spitze notierte die texanische Sorte auf 72,91 Dollar je Barrel und damit auf dem höchsten Stand seit November 2014.
Jetzt kehren aber allmählich die Sorgen vor einem höheren Angebot in der zweiten Jahreshälfte zurück an den Ölmarkt. Sowohl Saudi Arabien als auch Russland haben sich Insidern zufolge für eine höhere Fördermenge ausgesprochen.
Der Nachrichtenagentur Reuters sagten Insider, dass die von den Opec- und den Nicht-Opec-Staaten täglich produzierte Ölmenge um eine Millionen Barrel erhöht werden solle. Den Informationen zufolge laufen die Gespräche zwischen Russland und Saudi Arabien bereits.
Grund dafür sind potenzielle Versorgungsengpässe aufgrund der Produktionsausfälle in Venezuela und im Iran. Die USA hatte nach der Wiederwahl des venezolanischen Präsidenten weitere Sanktionen gegen das Land angedroht. Gleiches gilt für den Iran, der aufgrund des US-Austritts aus dem iranischen Atomabkommen Sanktionen drohen.
Eine endgültige Entscheidung über ein potenziell höheres Produktionsniveau soll erst beim nächsten Opec-Treffen in Wien am 22./23. Juni fallen.
Aus Sicht der Markttechnik ist die US-Sorte WTI angeschlagen. Auf wöchentlicher Basis hat sich ein bearish engulfing ausgebildet, welches die Kerzen der letzten zwei Wochen umschließt. Die Korrektur könnte sich jetzt bis in den Unterstützungsbereich bei 66 Dollar fortsetzen. Hier verläuft sowohl eine Trendlinie als auch das Hoch vom Januar.

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