Die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Verbesserung der Arbeitslosenquote können das verhaltene Lohnwachstum nicht ausgleichen.
Das „symmetrische“ Inflationskonzept der Fed wurde noch nicht fertig verarbeitet.
Der US-Dollar erfreute sich in den vergangenen Wochen an einer steigenden Nachfrage, da die nachlassenden geopolitischen Bedenken und die guten Wirtschaftsdaten die Hoffnungen auf eine 4. Zinserhöhung in diesem Jahr vorangetrieben haben. Die Inflation bewegt sich tatsächlich in Richtung des 2,0 % Ziel der Zentralbank. Die Fed überraschte jedoch die Märkte am Mittwoch mit ihrem Konzept der symmetrischen Inflation. Sie erwartet, dass die Inflation auf Basis von 12 Monaten mittelfristig in der Nähe des symmetrischen 2 % Ziels liegt. Damit einher geht jedoch auch, dass ein Anstieg über das 2,0 % Ziel nicht zwangsläufig zu einer Zinserhöhung führt, was die Marktteilnehmer verwirrt.
Die Entscheidung der US Zentralbank beruht sowohl auf der Inflation als auch auf der Beschäftigung. Die Beschäftigung ist jedoch schon lange kein Thema mehr, aber dennoch wird der Monatsbericht aufmerksam verfolgt, denn das Lohnwachstum hat Auswirkungen auf den Inflationsdruck. Das NFP Ergebnis als solches und die Arbeitslosenquote liefern seit mehr als 3 Jahren gute Ergebnisse ab und somit ist deren Bedeutung in den Augen der Marktteilnehmer gefallen. Sollte die Zahl der neuen Arbeitsplätze ungefähr mit den Erwartungen des Marktes übereinstimmen, so wird letztendlich das Lohnwachstum darüber entscheiden in welche Richtung sich der Dollar bewegt.
Es wird damit gerechnet, dass im April in der US Wirtschaft 194K neue Arbeitsplätze entstanden sind, was gegenüber den vorherigen 103K eine ordentliche Verbesserung wäre. Die Arbeitslosenquote soll von 4,1 % zuvor auf 4,0 % fallen, während die kritischen Stundenlöhne gegenüber dem Vorjahr stabil bei 2,4 % bleiben sollen. Auf Monatsbasis wird mit einem Anstieg der Löhne um 0,2 % gerechnet, nach 0,3 % zuvor.
Die ADP Arbeitsmarktdaten lieferten in dieser Woche für April mit 204K bereits ein solides Ergebnis ab, da die Prognose bei lediglich 200K lag. Der 4-Wochen Durchschnitt der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fielen um 7,75K auf 221,5K, was dem niedrigsten Stand seit März 1973 entspricht.
Die Lohndaten waren jedoch nicht sehr ermutigend. Im 1. Quartal 2018 sind die Lohnstückkosten im nichtlandwirtschaftlichen Bereich um 2,7 % gestiegen, was einem Anstieg der Stundenlöhne um 2,4 % entspricht und damit weniger ist als die Marktprognose von 2,9 %. Die Lesung des vorherigen Quartals musste auf 2,1 % nach unten revidiert werden.
Insgesamt bleibt festzustellen, dass der Nonfarm Payrolls Bericht allein kaum eine Chance hat die Dollar Rallye weiter anzuheizen, insbesondere wenn das Lohnwachstum wie erwartet nachlässt. Das Zünglein an der Waage werden die Renditen und die Aktien sein, welche über die Bewegung des Dollars nach der Veröffentlichung entscheiden.
EUR/USD zu beobachtende Ebenen
Auf dem Tageschart des EUR/USD ist zu sehen, dass das Jahrestief von 1,1915 nicht mehr weit entfernt ist. Die technischen Indikatoren haben auf diesem Chart an negativer Dynamik eingebüßt und es sieht aktuell nach einer Erholung der überverkauften Bedingungen aus, was jedoch nicht ausreicht, um das Tief zu bestätigen. Das Paar notiert unter sämtlichen gleitenden Durchschnitten und zum 1. mal in diesem Jahr wurde auch der 200-Tage-MA durchbrochen. Das Risiko eines bearish Ausbruchs ist nach wie vor hoch, da eine Erholung über das 61,8 % Retracement von 1,2160 nötig wäre, um eine Bodenbildung zu signalisieren. Unter 1,1915 liegen die nächsten Unterstützungen bei 1,1840/60 und 1,1800. Widerstände befinden sich bei 1,2025, 1,2060 und 1,2100.

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