Sowohl Gold als auch Silber können sich deutlich von den zu Wochenbeginn verbuchten, hohen Verlusten erholen. Gleich an mehreren Fronten gab es Nachrichten, die das gelbe Metall als Sicheren Hafen wieder attraktiver machten.

Vor allem der erheblich schwächer als erwartet ausgefallene US-Einkaufsmanagerindex half den Edelmetallen auf die Sprünge. Der war im September auf 47,8 gefallen – nach 49,1 im August. Experten hatten im Vorfeld sogar mit einem Anstieg über die Marke von 50 gerechnet. Die jüngsten Daten zur Entwicklung der US-Wirtschaft spielen den Parteien in die Hände, die darauf drängen, dass die US-Notenbank die Zinsen in den USA weiter senkt. Der schwache Einkaufsmanagerindex führte zudem dazu, dass der US-Dollar-Index sich von seinem Jahreshoch verabschiedete und die US-Aktienmärkte deutlich nachgaben.

Beobachter sind der Ansicht, dass auch die eskalierenden Proteste in Hong Kong, während China sein 70jähriges Bestehen groß feiert, die Rolle von Gold als Sicherem Hafen stärken. Berichten zufolge wurde ein Demonstrant mit scharfer Munition angeschossen, während die Demonstrationen insgesamt gewalttätiger geworden seien. Sollte Peking sich entscheiden, einzugreifen, dürfte die Situation in Hong Kong stärker in den Fokus der Märkte rücken.

Darüber hinaus scheint es, als könnte das Weiße Haus in der Ukraineaffäre schnell noch stärker unter Druck geraten, da das Repräsentantenhaus mehrere enge Vertraute von Präsident Trump, darunter Kabinettsmitglieder, zwingen will unter Eid vor dem Haus auszusagen.

Auf der anderen Seite fiel der Einkaufsmanagerindex der Eurozone auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren, wobei es in Deutschland speziell noch schlimmer aussieht. Das, unter anderem, bedeutet, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar weiterhin keinen Boden gutmachen kann.


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