Vor rund vier Wochen meldete Mawson Resources (WKN A1JX0Q / TSX MAW), dass man in Finnland bald mit Bohrungen anfangen könne. Grundlage dafür war eine Verlängerung der Explorationsgenehmigung durch die finnischen Behörden. Die Genehmigung gilt für das Areal „Kairamaat 2-3“ auf dem Gold-Kobalt-Projekt Rajapalot. Rajapalot liegt im hohen und kalten Norden Finnlands, etwa 50 Kilometer westlich von Rovaniemi.
Inzwischen kann Mawson Resources in Rajapalot auf eine vierwöchige Bohrtätigkeit zurückblicken. In dieser Zeit hat die kanadische Gesellschaft 5.040 Meter in 14 Löchern gebohrt. Vier Bohrgeräte sind dabei in einem Dauereinsatz, etwa 70 Personen arbeiten an der Exploration. Geplant ist bei diesen Winterbohrungen insgesamt eine Bohrlänge von 15.000 Metern. Wenn man wie bisher weiterarbeitet, sollte dieser Plan in rund zwei Monaten erfüllt sein.
Resultate der bisherigen 14 Bohrungen gibt es noch nicht. Die verschiedenen Proben der Bohrkerne liegen im Labor, hier arbeitet man an der Analyse der Materialien. Bei Mawson Resources hofft man, dass schon Anfang März erste Daten verfügbar sein sollen. Das würde gut passen, präsentiert sich das Unternehmen doch vom 3. März bis zum 6. März auf der Prospectors and Developers Association of Canada ("PDAC") Konferenz im kanadischen Toronto. Die Konferenz dürfte von rund 25.000 Fachteilnehmern aus aller Welt besucht werden.
Die aktuellen Bohrungen sind für Mawson Resources besonders wichtig, da das Gebiet bisher kaum erschlossen wurde. Nur 800 Meter des 4 Kilometer langen mineralisierten Trends sind bisher unter die Lupe genommen worden. Die restlichen Bereiche können noch ein hohes Potenzial haben. Doch schon mit den bisher bekannten Daten, gehört das Projekt zu den drei wichtigsten Goldvorkommen in Finnland. Nach einer ersten Ressourcenschätzung gibt es dort geschlussfolgerte Goldressourcen von 424.000 Unzen Goldäquivalent nur im Umriss des bislang geplanten Abbaus.
In der aktuellen Untersuchung fokussiert sich Mawson Resources auf Raja, South Palokas und Palokas. Hier setzt man sowohl auf Bohrungen entlang des Trends als auch in darunterliegenden Bereichen. Gleichzeitig werden schon weitere Hausaufgaben für die Zukunft gemacht. Es gibt erste Untersuchungen, wo Folgebohrungen auf dem 4 Kilometer langen Streifen erfolgen sollen. Die Genehmigungen der finnischen Behörden lassen mehrere hundert weitere Bohrorte auf dem Areal zu. Das sollte für weitere Klarheit hinsichtlich der Beschaffenheit des Bodens sorgen.
Man will keine Zeit vergeuden, um rasch zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Die so erhaltenen Daten dürften in eine neue Studie einfließen. Ob es dann bei den bisherigen 424.000 Unzen bleibt, darf bezweifelt werden.
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