Kann das Währungspaar GBPUSD im Jahr 2021 einen Kurs von 1,40 in Angriff nehmen, falls beim Brexit-Handelsabkommen eine Einigung erzielt wird?


Das britische Pfund ist wieder da! Die Kaufstimmung erlebte einen unerwarteten Anstoß, nachdem der Präsident der Europäischen Kommission am Mittwoch unerwartet positive Kommentare abgegeben hatte, die einen vorsichtigen Optimismus weckten, dass sich Großbritannien und die EU nach monatelangen Verhandlungen endlich auf ein Brexit-Handelsabkommen einigen könnten.

Ursula von der Leyen (die Präsidentin der EU-Kommission) erklärte, dass sie zwar zu diesem Zeitpunkt nicht sagen könne, ob es eine Einigung geben werde oder nicht, aber es gebe einen Weg zu einer Einigung. Dieser Weg sei zwar schmal, aber er existiere. Die unten im Tageschart zu sehende Reaktion des Pfunds zeigt, dass diese überraschende Aussage den GBPUSD so beeinflusst hat, dass für 2020 neue Höchststände erreicht wurden.

Es scheint, dass der Markt nun zu der Sichtweise tendiert, dass wenn sich hochrangige europäische Bedienstete positiv über die Aussichten eines Brexit-Handelsabkommens äußern, eine Einigung allmählich als wahrscheinlicheres Szenario in Frage kommt. Es wäre aber immer noch eine bemerkenswerte Kehrtwende gegenüber dem Stand von vor wenigen Tagen, als der britische Premierminister davor warnte, dass man sich auf ein No-Deal-Brexit-Handelsabkommen einstellen müsse.

Nichts sollte ausgeschlossen werden und auch wenn es sich klischeehaft anhört, wir haben an den Finanzmärkten in den letzten Jahren gelernt, beim Brexit immer das Unerwartete zu erwarten.

Aber auch wenn das Szenario positiv erscheint, bedeutet der Anstieg des GBPUSD auf 1,35 nicht unbedingt, dass ein Brexit-Deal jetzt auch in den Markt eingepreist wurde. Die allgemeine Erwartungshaltung in Bezug auf den Brexit wurde bisher oft als entweder ermüdend bezeichnet und zu große Erwartungen waren eher kontraproduktiv. Aber nach allem, was sich in den letzten zwei Wochen auf der negativen Seite abgespielt hat, könnte es nun möglich sein, dass GBPUSD zum ersten Mal seit April 2018 die Marke von 1,36 erreicht, sollte sich die Stimmung weiter optimistisch aufheizen, dass ein Brexit-Handelsabkommen nun doch möglich ist.

Angesichts der überwältigenden negativen Erwartungen, die die Anleger an den US-Dollar haben, ist eine der Erwartungen für das Jahr 2021 die, dass wir den GBPUSD im nächsten Jahr in Richtung 1,40 marschieren sehen könnten. Ich war bisher immer der Meinung, dass dieser Fall unwahrscheinlich und die Annahme eines solchen Szenarios verfrüht ist, vor allem, da die Unsicherheit rund um den Brexit auch weiterhin die Stimmung der Anleger rund um das Pfund trübt. Sollten sich Großbritannien und die EU jedoch endlich auf ein Brexit-Handelsabkommen einigen können, könnten wir im nächsten Jahr vielleicht wirklich einen Kurs von 1,40 beim GBPUSD zu sehen bekommen.

Sollte es eine solche Bewegung geben, wäre es das erste Mal seit März 2018, dass das Pfund um 1,40 bewertet wird.

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