Die Joint-Venture-Verhandlungen zwischen FYI Resources (ASX: FYI; FRA: SDL) und Alcoa Australia sind auf der Zielgeraden. Beide Parteien haben sich nochmals einen Monat Zeit für den Abschluss einer bindenden Joint-Venture-Vereinbarung gegeben. Die Exklusivität der vorausgegangenen 90 Tage bleibt bestehen. Beide Parteien betonen: Die Absicht der Parteien, die Entwicklung des Projekts zu beschleunigen, wie im ursprünglichen MOU angekündigt (siehe ASX-Meldung vom 8. September 2020), bleibt ungeachtet dieser Verlängerung bestehen.

Roland Hill, Managing Director von FYI kommentierte: „Alcoa und FYI verhandeln über eine ein einzigartiges Joint Venture, um unsere gemeinsamen Stärken auf dem wachstumsstarken HPA-Markt zu nutzen. Obwohl die Verlängerung nicht ideal ist, bleibt unser Engagement für die erfolgreiche Verhandlung eines verbindlichen Abkommens unerschütterlich und wir werden weiterhin konstruktiv auf einen Abschluss hinarbeiten.“

Der Präsident von Alcoa of Australia Limited, Michael Gollschewski, sagte: "Auch wenn die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, ist Alcoa ermutigt durch die Fortschritte, die bei der Gründung eines möglichen Joint Ventures Joint Ventures mit FYI Resources für die Produktion von HPA gemacht worden sind.“

Die kurze Verlängerung sei notwendig, um die „zukünftigen Wachstumsoptionen für das Projekt“ sowie verschiedene „Optionen zur Risikominderung für das Projekt“ im Einklang mit der Betriebserfahrung von Alcoa zu berücksichtigen. Am Ende dürfte es aber wohl ums Geld gehen. So kann man den schwer zu übersetzenden Spiegelstrichsatz lesen: „alignement on commercial terms ongoing“. Auf Deutsch heißt das wohl: man ist sich über die finanzielle Vergütung noch nicht endgültig einig geworden, aber auf gutem Weg.

Fazit: Man sollte den Prozess eines Joint-Venture-Vertrags mit einem Fortune 500 Unternehmen wie Alcoa nicht unterschätzen. Da es um die Zukunft geht, müssen viele unterschiedliche Fälle vorausbedacht und im vornherein geregelt werden, um späteren Streit zu vermeiden. Fehler könnten beide Parteien schließlich teuer zu stehen kommen. Das verhandelte Vertragswerk dürfte dank der Wirtschaftsjuristen auf beiden Seiten inzwischen wohl ziemlich umfangreich sein. Am Ende muss der Vertrag dann noch von unterschiedlichsten Stellen im Alcoa Konzern in Australien und in den USA geprüft und gutgeheißen werden. 90 Tage waren für diesen Prozess knapp kalukuliert. Es ist zwar schade, dass FYI keine Punktlandung geschafft hat, aber die Aussicht auf ein Joint Venture mit Alcoa ist heute wohl realer denn je. Warten wir also noch 30 Tage. Oder doch weniger?


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