Das Atomabkommen mit dem Iran, Angst vor Inflation und der steigende Ölpreis bleiben die zentralen Themen an der Börse. In der vergangenen Woche hat der US-Index S&P 500 an der wichtigen 200-Tage-Linie wieder nach oben gedreht. Sollten es sich die Investoren aber am Ende doch anders überlegen und diese Umkehr wieder in sich zusammenfallen, könnte es schnell ungemütlich nicht nur am amerikanischen Aktienmarkt werden. 

Der Iran ist seit gut zwei Jahren wieder zu einem bedeutenden Exporteur von Rohöl geworden. Wenn die US-Regierung die Lockerungen der Sanktionen über den 12. Mai hinaus nicht verlängert, könnte das Ölangebot von dort wieder sinken. Niemand will Öl verkaufen, bevor nicht feststeht, wie es mit dem iranischen Atomabkommen weitergeht. Ein weiterer dynamischer Anstieg des Ölpreises könnte aber Aktien empfindlich treffen, da der Markt steigende Energiepreise wegen wachsenden Inflationsgefahren in steigende Zinsen übersetzt. 

An der Wall Street sind 2,5 Prozent Zinsen auf zwei Jahre zum Herausforderer einer Dividendenrendite geworden, die im S&P 500 Index bei knapp unter 1,9 Prozent liegt. Ein weiterer Anstieg der zweijährigen Zinsen in Richtung drei Prozent würde die Bewertungen an der Wall Street noch höher erscheinen lassen.

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