Harte Gold (WKN A0J3QP / TSX HRT) ist einer der neuesten, hochgradigen Goldproduzenten Ontarios. Das Unternehmen hat allerdings Schwierigkeiten in der Anlaufphase der Mine. Unter dem vor Kurzem installierten neuen Management, scheint es aber nun besser zu laufen.

Wie Harte nämlich bekannt gibt, erreichte man im Gesamtjahr 2019 auf der Sugar Zone-Mine einen Ausstoß von 27.316 Unzen Gold, womit man die, allerdings zuvor deutlich gesenkte, Prognose von 24.000 bis 26.000 Unzen übertraf.

Für das vierte Quartal meldeten die Kanadier eine Goldproduktion von 8.017 Unzen. Das ist das bislang höchste Quartalsergebnis in der noch jungen Produktionsgeschichte und ein Anstieg von 32% im Vergleich zum dritten Quartal.

Insbesondere der Dezember stach dabei auf Grund gleich mehrerer Faktoren positiv heraus. So erklärte Harte, dass der Goldgehalt des Erzes im vergangenen Monat im Vergleich zu den Vormonaten anzusteigen scheine und die Abraumerschließungsraten gegenüber dem Vormonat um mehr als 20% stiegen. Zudem lag die Rückverfüllungsmenge im Dezember um 200% über der Zielvorgabe. In der Vergangenheit hatten gerade diese entscheidenden Faktoren dazu beigetragen, dass Harte deutlich hinter den ursprünglichen Produktionsprognosen zurückblieb und hohe Kosten verzeichnete.

Deutliche Verbesserung im Jahr 2020 erwartet

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet man bei Harte jetzt mit einer Goldproduktion von 42.000 bis 48.000 Unzen, was einen Anstieg von 54 bzw. 76% gegenüber 2020 bedeuten sollte. Die Betriebskosten (cash operating costs) sollen dem Unternehmen zufolge dabei zwischen 900 und 1.100 USD je Unze liegen, während die Gesamtkosten (AISC oder All-In Sustaining Cost) auf 1.475 - 1.650 USD pro Unze geschätzt werden.

Harte hatte 2019 sein exekutives Management-Team erneuert, um die Strategie und den operativen Fokus neu zu kalibrieren und sich auf die wichtigsten Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Nach Ansicht von Sam Coetzer, President und CEO von Harte Gold, ist man dabei auf einem guten Wet:

„Ich bin sehr ermutigt durch die Fortschritte, die wir im vierten Quartal erzielt haben. Das Quartal war an verschiedenen Fronten von Veränderungen geprägt, die im gesamten Unternehmen umgesetzt wurden, einschließlich Unternehmensführung, Management und Betrieb. Auf dem Minengelände hat das Team die neue Vorgehensweise angenommen.

Frühindikatoren wie Abraumerschließung, Verfüllungsraten und Strossenbohrungen verbessern sich weiter. Ich war mit der Produktionsleistung im Dezember besonders zufrieden. [..]

Nun streben wir für 2020 ein weiteres Produktionswachstum an. Wir glauben, dass Harte Gold jetzt für ein langfristiges Wachstum bereit und auf dem Weg ist, ein profitabler Produzent zu werden.“

Die nun gemeldeten Fortschritte sind auch unserer Ansicht nach ermutigend, doch hängt die weitere Entwicklung der Harte-Aktie sehr stark davon ab, ob das neue Management-Team auf seinem Weg der Erneuerung auch weiterhin erfolgreich ist – und Harte tatsächlich bald in die schwarzen Zahlen vorstoßen kann. Das Papier ist unserer Ansicht nach sehr riskant, sollte es aber gelingen, die Probleme nachhaltig in den Griff zu bekommen, sehen wir die Chance, dass sich der Harte-Kurs wieder in ganz andere Dimensionen vorkämpft.


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