Die australische AVZ Minerals (WKN A0MXC7 / ASX AVZ) hat Explorationsergebnisse für das Lithiumprojekt Manono in der Demokratischen Republik Kongo vorgelegt. Gemeldet wurden die Daten von fünf der insgesamt sieben Bohrlöcher, die das Unternehmen während der ersten Jahreshälfte in einem anfänglichen Bohrprogramm zur Untersuchung des Vorkommens vollendet hat. Die noch ausstehenden Ergebnisse zweier Bohrungen sollen noch im August eintreffen, so AVZ Minerals - darunter eine Bohrung, die das Pegmatit Carriere De L’est untersucht. Die anderen Bohrungen durchteuften die Pegmatite Roche Dure sowie Mpete und Tempete.

Insgesamt kommen die sieben Löcher auf eine Gesamtlänge von 1.749 Metern und untersuchen vier von sechs großen Pegmatiten, die auf dem Projekt bisher bekannt sind. Pegmatite sind wichtige Vorkommen für diverse Metalle, darunter vor allem Lithium - ein Rohstoff, der vor allem im Bereich der Energiespeicherung und damit für Anwendungen unter anderem im Bereich der Elektromobilität oder bei mobilen elektronischen Geräten wie Smartphones begehrt ist.

Bedeutende Mineralisierungen gefunden

„Die Bohrungen MO17DD003 und MO17DD004, die in verwitterten Bereichen des Pegmatits niedergebracht wurden, durchteuften eine niedrigerhaltige Lithiumvererzung”, so AVZ Minerals zu einem Teil der Ergebnisse. Die anderen drei Bohrungen förderten allerdings hochgradige Vererzungszonen zutage. So durchteufte die Bohrung MO17DD005 eine Strecke von 45,74 Meter mit einer Lithiumoxid-Mineralisierung von 1,59 Prozent. Nur etwas niedriger fallen die Mineralisierungen bei den Bohrungen MO17DD002 mit 1,57 Prozent Lithiumoxid und MO17DD006 mit 1,51 Prozent Lithiumoxid aus. Allerdings sind die Strecken, auf er diese auftritt, mit 202,08 Metern und 65,86 Metern wesentlich mächtiger als bei der Bohrung mit dem höchsten Mineralisierungsgrad. Zudem wurden bei den Bohrungen signifikante Zinnvererzungen gefunden.

Bei AVZ Minerals ist man verständlicherweise hoch zufrieden mit den Werten, denn sie bestätigen das, was man erwartet hat: Auf Manono könnte ein Lithiumvorkommen mit gewaltiger Größe vorhanden sein. „Diese Ergebnisse unterstützen das Explorationsziel von 400 bis 800 Millionen Tonnen mit 1% bis 1,5% Li2O im Sektor Kitotolo allein. Im nördlichen Sektor Manono wird ebenfalls die Abgrenzung zusätzlicher Ressourcen erwartet”, sagt Unternehmenschef Klaus Eckhoff. Nun wartet man gespannt auf die noch offenen Daten zu den Bohrlöchern sechs und sieben des Explorationsprogramms.

Noch allerdings sind genaue Prognosen zur tatsächlichen Größe des Lithiumvorkommens nicht möglich, hierzu sind weitere Explorationsarbeiten notwendig, bevor die australische Company zu ihrem afrikanischen Lithium-Projekt genauere Ressourcenzahlen nennen kann.


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