Der Goldpreis bleibe derzeit zwar in einer Handelsspanne gefangen, nehme aber möglicherweise bereits Anlauf für einen Ausbruch Richtung Norden, glauben die Analysten von TD Securities.

Bereits seit einer ganzen Weile sagen Analysten zahlreicher Banken voraus, dass der Goldpreis längerfristig auf Grund der ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken und der gewaltigen Konjunkturpakete der Regierungen weltweit deutlich steigen wird.

Gold habe es zuletzt zwar erneut nicht geschafft, die Widerstandsmarke von 1.750 USD pro Unze zu überwinden, aber wenn man die Lage mit etwas Abstand betrachte, sei klar, dass der Preis weiterhin in einer Handelsspanne nahe des höchsten Niveaus seit Jahren gehandelt werde, so die TDS-Experten. Man glaube deshalb, dass der Goldmarkt Anlauf für einen Ausbruch in höhere Regionen nehme. Das sei ein historisches Muster, das man in den letzten Jahren mehrmals beobachtet habe.

Letztlich sei die entscheidende Frage für den Goldmarkt, ob eine plötzliche Veränderung des Inflationsszenarios bevorstehe, so TDS weiter. Die Kombination aus gigantischen Konjunkturprogrammen, der Geldschwemme der Notenbanken und der möglichen Rücknahme der Globalisierung könne zu einer Welt führen, in der die Inflation wieder sehr relevant ist, glauben die Analysten. In diesem Zusammenhang sollten bullishe Goldanleger eine anhaltend Normalisierung des Wirtschaftswachstums begrüßen, da Gold als Sicherer Hafen dann vielleicht nicht mehr so gefragt sei, dies angesichts niedriger Realzinsen aber durch die Investmentnachfrage aufgewogen werden dürfte.


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