Die Zentralbanken haben in den letzten zwei Jahren große Mengen Gold erworben und Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch im kommenden Jahr fortsetzt.

Bis Ende Oktober lagen die Goldkäufe des so genannten offiziellen Sektors dieses Jahr bei 562 Mio. Tonnen, berichtet zum Beispiel der World Gold Council, eine Branchenvereinigung. Das bedeute durchschnittliche Goldkäufe der Zentralbanken von 56,2 Tonnen pro Monat, sodass 2019 die 656 Tonnen Gold, die der offizielle Sektor 2018 erwarb, ungefähr erreicht werden dürften. Laut Daten des WGC kauften die Zentralbanken im letzten Jahr damit so viel des gelben Metalls wie zuletzt 1967.

Auch die Analysten von Metals Focus glauben, dass sich die Goldkäufe der Notenbanker 2020 auf hohem Niveau fortsetzen werden, wenn auch vielleicht nicht ganz auf dem Level dieses Jahres. Goldman Sachs rechnet für 2020 mit Goldkäufen des offiziellen Sektors von 650 Tonnen, während Standard Chartered 525 Tonnen prognostiziert.

Auch das sei noch ein hoher Wert und bedeute, dass die Notenbanken weiter klar auf der Käuferseite stehen würden, so die Banker. Als Gründe für die in den letzten Jahren stark gestiegenen Käufe der Zentralbanken führen Analysten unter anderem die gestiegenen geopolitischen Risiken sowie die negativen Renditen einer großen Zahl von Staatsanleihen an. Zudem würden die Notenbanken versuchen, ihre Bestände an US-Dollar zu verringern, was vor allem für Russland auf Grund der Sanktionen der USA gelte.

Noch 2017 standen nur eine Handvoll Zentralbanken auf der Goldkäuferseite, darunter Russland, die Türkei und Kasachstan. 2018 und 2019 aber kamen viele andere Notenbanken hinzu, zum Teil auch Institute, die jahrelang nicht am Goldmarkt aktiv waren. Zu den größten Käufern der ersten zehn Monate 2019 gehörten die Türkei mit 144,8 Tonnen, Russland mit 139 Tonnen, Polen mit 100 Tonnen und China mit 95,8 Tonnen Gold. Aber auch Kasachstan, Indien, Katar, Ekuador, Serbien, Großbritannien und Argentinien, um nur einige zu nennen, wurden wieder aktiv.

Die Analysten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass die Zentralbankkäufe 2019 bis zu 22% des globalen Angebots aufnahmen. Und wenn der offizielle Sektor erst einmal begonnen habe zu kaufen, hieß es, höre er so schnell nicht damit auf.

Die Analysten der Commerzbank glauben zudem, dass eine oder mehrere Zentralbanken West Europas 2020 ebenfalls Goldkäufe beginnen könnten. Ein Kandidat sei die Notenbank der Niederlande, die im Oktober eine beachtenswerte Aussage zur Bedeutung von Gold für das Finanzsystem auf ihrer Website veröffentlicht habe. Darin hieß es, so die Experten weiter, dass Gold der „Vertrauensanker“ für das Finanzsystem sei. Sollten tatsächlich eine oder mehrere westeuropäische Notenbanken beginnen, aktiv Gold zu kaufen, werde das für beträchtliches Aufsehen sorgen und zu Reaktionen im Markt führen, so die Analysten.


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