Nach einem starken Juni, verbuchen Gold-ETFs und ähnliche Produkte auch im Juli eine starke Performance. Laut der Branchenvereinigung World Gold Council (WGC) erreichten die Nettomittelzuflüsse im vergangenen Monat global 2,6 Mrd. USD. Damit stiegen die Goldbestände der ETFs weltweit um 52 auf 2.600 Tonnen. Das ist das höchste Niveau seit März 2013.

Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft, Handelsstreitigkeiten und geopolitischen Risiken macht der WGC als wichtigste Faktoren für den Anstieg des Goldpreises und der Nachfrage nach Gold-ETFs aus. Im Juli legte der Goldpreis in US-Dollar um 1,3% zu, erreichte aber gleichzeitig in vielen anderen Währungen Allzeithochs (in australischen und kanadischen Dollar, indischen Rupien, Yen und britischen Pfund).

Nordamerika, das direkt von den anhaltenden Handelskonflikten betroffen ist, stiegen die Mittelzuflüsse im Juni mit 43 Tonnen am stärksten. Der SPDR Gold Shares (WKN A0Q27V) und der iShares Gold Trust (WKN A0ERSN) allein zogen 75% der globalen Zuflüsse auf sich!

In Europa notierte ETFs steuerten 7,5 Tonnen Gold verteilt auf mehrere Länder bei – vor allem auf Grund der Brexit-Problematik und schwächerer Währungen, so der WGC weiter. Auch Fonds in Asien und anderen Regionen verbuchten Zuflüsse von jeweils ungefähr einer Tonne, hieß es weiter.

Im laufenden Jahr sind die Goldbestände in ETFs weltweit bisher um 159 Tonnen gestiegen, was einem Zuwachs um 6,4% entspricht. Vor allem Januar, Juni und Juli waren für diese Entwicklung verantwortlich.


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