Laut einer Pflichtmitteilung der australischen Börse hat der Managing Director von FYI Resources Ltd (ASX: FYI; FRA: SDL), Roland Hill, in jüngster Zeit 420.000 Aktien des Unternehmens im Wert von 29.046 AUD erworben. Sein Gesamtbeteiligung steigt damit auf 19.281.632 Aktien. Zuletzt hatte das Unternehmen im Mai dieses Jahres mitgeteilt, dass die Top 20 Aktionäre 41% der Anteile halten, die Top 40 hielten seinerzeit 53% der Anteile. Die Beteiligung der Hauptaktionäre dürfte jüngst eher zugenommen haben. Der Aktienkurs hat sich seit Sommer 2022 mehr als gezehntelt.
Am Quartalsende zum 30. Juni dieses Jahres verfügte FYI Resources über Barmittel in Höhe von 8,27 Mio. AUD (gegenüber 9,16 Mio. AUD im Quartal zuvor). Nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit Alcoa Ltd. hat FYI die Entwicklung der Produktions- und Demonstrationsanlage im kleinen Maßstab (SSP) hochreines Aluminiumoxid (HPA) in die eigenen Hände genommen. FYI verfolgt einen deutlich anderen technischen und Marketingansatz.
Vorbehaltlich des Abschlusses einer Finanzhilfevereinbarung mit dem Bundesstaat darf FYI mit einem Zuschuss von bis zu 3 Millionen Dollar von der westaustralischen Regierung (WA) rechnen, um die Entwicklung des HPA-Projekts voranzutreiben.
Das in Perth ansässige Ingenieurbüro Control and Thermal Engineering Pty Ltd (CTE), das sich im Bereich der Mineralienverarbeitung einen Namen gemacht hat, soll die vorläufigen endgültigen Entwürfe für die HPA-Anlage bis Ende des Quartals September 2023 vorgelegen. Die endgültige technische Planung für die HPA-Kleinproduktion soll bis März 2024 abgeschlossen sein.
Bei einem erweiterten Produktionslauf der eigenen HPA-Pilotanlage, der speziell auf die Anforderungen der Endverbraucher zugeschnitten war, hat FYI maßgeschneiderte Produktqualitäten für potenzielle Kunden produziert. Durch gezielte Änderungen in den Betriebsbedingungen, den Konstruktionsmaterialien der Schlüsselkomponenten und dem Design der HPA-Produktverarbeitung konnte der Gesamtausstoß messbar gesteigert und die positive Auswirkung der Modifikationen auf das innovative HPA-Flowsheet von FYI demonstriert werden.
Um dem zunehmenden Kundenengagement und den Marketingaktivitäten für HPA gerecht zu werden, hat das Unternehmen zudem Raj Kandiah als Head of Commercial bei FYI eingestellt. Kandiah verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in leitenden kaufmännischen Funktionen und hat die neu geschaffene Position bei FYI übernommen, in der er für die globale HPA-Wachstumsstrategie und das technische Produktmarketing verantwortlich ist. Kandiah war u.a. als Direktor für die Entwicklung neuer Märkte bei Alcoa Australia zuständig, wo er hochreines Aluminiumoxid untersuchte. Hinzu kommen Rollen als General Manager bei Argyle Pink Diamonds; General Manager - Global Marketing (Aluminiumoxid, Aluminium, Eisenerz, Kohle) bei Rio Tinto und andere leitende Funktionen bei börsennotierten und nicht börsennotierten australischen Unternehmen für Eisenerz, Bauxit und Stahlschrott.
FYI Resources plant Einstieg bei Seltenen-Erden
FYI arbeitet daran, sein Portfolio an Projekten mit kritischen Mineralien weiter auszubauen. Zusätzlich zum HPA-Geschäft hat sich hat sich FYI eine Option auf den Kauf von Minhub Operations Pty Ltd (MOPL) gesichert, um auch in den Sektor der Seltenen Erden einzusteigen.
MOPL errichtet in Darwin, Northern Territory, eine nachgelagerte Anlage zur Veredelung von Seltenen Erden und Mineralsanden (Minhub-Projekt). MOPL hat das große australische börsennotierte Unternehmen für Seltene Erden, Arafura Rare Earth Limited (ASX:ARU), als potenziellen Partner für das Minhub-Projekt gewonnen.
Gemäß einer Absichtserklärung mit Arafura zielt das Minhub-Projekt auf die Verarbeitung von Mineralsandkonzentraten Dritter ab, um die hochgradigen Seltene-Erden-Mineralien Xenotim und Monazit von anderen wertvollen Mineralsandprodukten wie Zirkon und Ilmenit zu trennen.
Arafura hat das Erstabnahmerecht für das an Neodym (Nd) und Praseodym (Pr) reiche Monazit und das an schweren Seltenen Erden reiche Xenotim-Konzentrat aus dem Minhub-Projekt. Arafura und MOPL werden außerdem gemeinsam weitere Downstream-Entwicklungsoptionen für abgetrennte schwere Seltene Erden, einschließlich Dysprosium (Dy) und Terbium (Tb), untersuchen.
Im Rahmen der Produktionsstrategie für Seltene Erden verhandelt MOPL mit mehreren Drittparteien über die langfristige Lieferung von Mineralsanden für das Minhub-Projekt.
MOPL strebt die Fertigstellung einer Machbarkeitsstudie für das Minhub-Seltene Erden-Projekt bis zum März 2024 an. Zu diesem Zeitpunkt werden FYI und Arafura die Entscheidung treffen, ob das Projekt fortgesetzt werden soll. Vorläufige Testarbeiten und Scoping-Studien, die von MOPL durchgeführt wurden, deuten darauf hin, dass die Wirtschaftlichkeit des Projekts eine weitere Entwicklung rechtfertigt.
Fazit: FYI Resources ist ein Technologieunternehmen im Ressourcensektor, das sowohl beim (vermeintlichen) Nischenthema hochreines Aluminiumoxid wie auch bei der Verarbeitung von Seltenen Erden dringend benötigte Innovation vorantreibt. Beide Projekte stehen im Einklang mit dem Ziel, neue, sichere und nachhaltige Versorgungsketten für kritische Mineralien zu schaffen. Man kann es bedauern, dass FYI dafür von der Börse derzeit nicht belohnt wird. Der aktuelle Börsenwert des Unternehmens liegt bei rund 26 Mio. AUD. Man kann die Zehntelung des Aktienpreises aber auch als Chance sehen – der Nachkauf von MD Roland Hill gibt hier ein kleines Signal. In den kommenden sechs Monaten, bis März 2024, will FYI entscheidende Meilensteine erreichen: Erstens soll die endgültige technische Planung für die eigene HPA-Kleinproduktionsanlage abgeschlossen sein. Und zweitens beim Seltene-Erden-Mid-Streamprojekt Minhub zwischen FYI und Arafura entschieden werden, ob sie das Projekt fortsetzen. In beiden Fällen sind richtungsweisende Updates wohl Ende September fällig. Insbesondere das Thema Seltene-Erden verspricht bei einer weiteren Verschärfung der Gegensätze zwischen westlichen Ländern und China wieder ein großes Thema zu werden. Der Vorschlag von FYI, Minhub und Arafura zu diesem Thema besticht durch seine Einfachheit und seine Synergien. Es könnte sich lohnen, die kommende Entwicklung bei FYI wieder genauer zu verfolgen.
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