Der britische Leitindex hat sich in den vergangenen Tagen an einer so genannten Schlüsselunterstützung bestehend aus der Glättung der letzten 200 Tage (akt. bei 7.390 Punkten) und dem 61,8% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses von Mitte September bis Anfang November bei 7.344 Punkten stabilisiert.
Ob das jedoch bereits tatsächlich der Boden ist, wage ich zu bezweifeln. Denn zu negativ gestaltet sich derzeit das Bild der technischen Indikatoren. So ist der MACD auf wöchentlicher Basis immer noch negativ zu interpretieren und auch der RSI notiert weiter unterhalb seines Abwärtstrends.
Kurzfristig besteht allerdings Potenzial auf eine Fortsetzung der Korrekturbewegung auf der Oberseite. Voraussetzung dafür ist ein Sprung über die Glättung der letzten 90 Tage bei 7.425 Punkten. Danach wäre Spielraum bis auf einen horizontalen Widerstand bestehend aus mehreren Hoch- und Tiefpunkten bei 7.445 Punkten. Gelingt den Bullen der Re-Break dieser Marke kann sich die Korrektur noch bis circa 7.480 Punkten fortsetzen, wobei spätestens hier mit einer Gegenwehr der Bären zu rechnen ist.
Unterstützung bieten die technischen Indikatoren im Tageschart. Der MACD dreht allmählich wieder nach oben, und auch das Histogramm signalisiert ein abnehmendes Abwärtsmomentum. Gleiches gilt für den RSI, der jedoch immer noch unter seiner 50-Punkte-Marke notiert und damit neutral zu interpretieren ist.
Auf der Unterseite gilt es den Fokus auf die Aufwärtstrendlinie vom Dezember 2016 (akt. bei 7.322 Punkten) zu legen. Bei einem Fall darunter müssten Investoren mit sehr viel tieferen Kursniveaus rechnen. Nächstes Kursziel befände sich dann erst bei 7.196 Punkten, dem Tief vom 15. September.

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