Von der Furcht vor massiven Störungen durch OMIKRON war gestern an den Märkten nichts mehr zu spüren. Stattdessen ist FOMO – die Angst die Rally zu verpassen – zurück auf dem Parkett. Einer der großen Profiteure davon war der Ölpreis. Ein wahres Kursfeuerwerk wurde entzündet und zog die Petrowährungen mit in die Höhe.
Die Erholungsrally im WTI hat noch einiges im Petto

Die Abwärtsphase im Öl wurde durch die Nachricht der neuen Covidvariante Omikron und daraus resultierenden Reiseeinschränkungen deutlich beschleunigt. Das Vorwochentief wurde bei 62,91 USD markiert. Doch mit der immer größer werdenden Wahrscheinlichkeit, dass die jüngste Mutante weniger negative Auswirkungen hat, sind die Käufer im Ölmarkt zurück am Ruder. Der Blick in den kurzfristigen Chart des WTI offenbart: Wenn die Marke von 73,50 USD nachhaltig überwunden wird, ist der Weg nach oben frei und Spekulationen auf den Test des Jahreshochs bei 85,75 USD werden laut. Die nächsten Kursziele auf der Chartoberseite stellen in diesem Szenario die Verlaufshochs bei 80,00 USD und 81,79 USD.
Nutznießer von der Ölmarktrally ist USDCAD

Wenn Rohstoffpreise steigen, profitiert die Wirtschaft eines rohstoffproduzierenden Landes. Als Reaktion auf starke Rohstoffpreise steigen die Kurse der entsprechenden Währungen. Es lohnt sich in diesem Zusammenhang immer, einen Blick auf die Profiteure zu werfen. Im Falle vom USDCAD bietet sich eine Spekulation darauf an, dass der steigende Ölpreis die Wechselkurse wieder sinken lässt, was auf einen Ausbau der Stärke im CAD zurückzuführen wäre. Spielt der Markt hier das Short-Szenario, welches durch den Bruch des grün markierten Aufwärtstrends bereits angedeutet wurde, steht deutliches Abwärtspotential auf der Agenda. Als erstes Zwischenziel auf dem Weg zum großen Verlaufstief bei 1,2288 USD bietet sich bei 1,2492 USD verortete Swinglow an.
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Ihr Mike Seidl
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