• US Fed wird laut den Erwartungen die Zinsen erhöhen, aber wenn nicht, dann kann sie dies später tun
  • EZB Geldpolitik folgt am Donnerstag, womit die US Zentralbank überschattet werden könnte

Wird es Sie überraschen, wenn die US Fed in dieser Woche ihre Zinssätze erhöht? Oder noch besser, werden Sie überrascht sein, wenn die Fed ihre Geldpolitik unverändert lässt? Eigentlich nicht wirklich, oder? Die vor 10 Jahren erfundene „Forward Guidance“ verhindert in den meisten Fällen, dass die Zentralbanken die Märkte überraschen können, da diese auf Änderungen langfristig vorbereitet werden und wenn es dann zu dem jeweiligen Ereignis kommt, ist dieses größtenteils eingepreist. Aktuell rechnen viele damit, dass es zu einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte kommt, aber es wird wahrscheinlich auch keine große Enttäuschung sein, wenn die Geldpolitik diesmal unverändert bleibt, dass sich an den 3 versprochenen Zinserhöhung in diesem Jahr nichts wirklich ändert, wenn die Zinserhöhungen dann im September und Dezember stattfinden, also in den Monaten die als „Live“ Meetings gelten.

Was eine Möglichkeit zum Handeln darstellt und über einen gewissen Überraschungsfaktor verfügt, ist das begleitende Statement. Die Formulierungen in diesem Dokument lassen die Investoren wissen, was die Zukunft bringen könnte und somit ist bei der Kursfindung Eile geboten. Was der Markt aktuell erwartet ist, dass der Dot-Plot bei 3 Zinserhöhungen für dieses Jahr bleibt, während die Situation für die kommenden Jahre unklar ist. Änderungen, die auf 4 Zinserhöhungen in diesem Jahr hindeuten, einschließlich einer Zinserhöhung in diesem Monat, sollten den Dollar vor allem gegenüber den sicheren Häfen Yen und Gold unterstützen, da die Marktstimmung bereits vor der Fed positiv ist. Wenn sich ein klares Bild ergibt, wie die Fed in den nächsten Jahren handelt, so kann dies dem Greenback einen weiteren Schub verleihen. Eine Zinserhöhung ohne eine Änderung des Dot-Plot wäre eine leichte Enttäuschung, was den höher verzinslichen Währungen wie dem Aussie zugutekommen kann. Das Pfund selbst hat in diesen Tagen mit den Brexit Fragen zu kämpfen und so könnte es besser sein sich von diesem fernzuhalten.

Der Fokus des Marktes liegt auch auf der Pressekonferenz des Fed Vorsitzenden J. Powell. Bei seiner letzten Pressekonferenz äußerte sich J. Powell im Hinblick auf die Zukunft unverbindlich. Sicherlich ist er für diese Position geeignet, da er den Journalisten präzise Antworten geben kann, wenn diese nun intelligentere Fragen stellen und die Antworten können durchaus saftiger ausfallen, als dies bei Yellen der Fall war.

Im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der Fed gab Fed Williams einen Hinweis auf eine mögliche Änderung des Wortlauts, da der Begriff der „akkommodierenden“ Geldpolitik an Bedeutung verloren hat, nun da sich die Zinssätze in Richtung Neutralität bewegen. Brainard sagte etwas Ähnliches einen Tag zuvor und so geht der Markt davon aus, dass das Statement entsprechend angepasst wird. Dies wird in der Regel als hawkish angesehen, wovon der Greenback profitieren dürfte.

Einen Tag nach der Fed Entscheidung folgt die geldpolitische Sitzung der EZB. Dieser Umstand kann die Reaktion des Marktes auf die Fed einschränken, wenn die Erwartungen des Marktes nicht erheblich verfehlt werden. In der vergangenen Woche wurden die Märkte mit Nachrichten darüber schockiert, dass die EZB bereits am Donnerstag das Ende des Anleihenkaufprogramms besprechen könnte und so dürfte es die Gemeinschaftswährung sein, welche von einer negativen Reaktion auf die Fed am meisten profitiert.

Niemand erwartet eine große Überraschung von der Fed, aber dennoch kann dieses Event den Markt kurzfristig erschüttern. Aus rein spekulativer Sicht ist es besser auf die EZB Sitzung am Donnerstag zu warten.

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