- Fed Funds Rate soll um 0,25% auf 2,5% steigen
- Futures signalisieren eine 70,6% Chance auf eine Zinserhöhung
- Fokus liegt auf den wirtschaftlichen und politischen Projektionen, sowie der Pressekonferenz des Fed Vorsitzenden Powell
FOMC
Die Federal Open Market Committee (FOMC) wird die Fed Funds Rate laut Prognose um 25 Basispunkte auf 2,5% anheben, wenn die 2-tägige Sitzung am Mittwoch den 19. Dezember beendet wird. Die Bank wird auch ihre Prognose zum Verlauf der US-Wirtschaft und der Zinspolitik für die nächsten 3 Jahre veröffentlichen.
Die US Zentralbank hat vor 3 Jahren damit begonnen die Zinsen zu erhöhen, nach dem sie ihren Leitzins nach der Finanzkrise und der Rezession 10 Jahre lang auf Null gesenkt hatte.
Die US Wirtschaft entwickelt sich gut und die Inflation liegt in der Nähe des Fed 2 % Ziels, während es eine recht umfangreiche öffentliche Diskussion über den neutralen Zins der Fed Politik gibt. Dieses Zinsniveau wäre dann erreicht, wenn es keine Auswirkungen auf die Aktivität der Wirtschaft hätte. Dieser Zinssatz liegt aktuell zwischen 2,5 und 3,5 %. Der Fed Vorsitzende Powell deutete bereits an, dass die Fed Funds knapp unter dem neutralen Niveau liegen. Herr Powell erklärte, dass die Politik der Bank datenabhängiger geworden ist und man sich somit dem Ende des Straffungszyklus nähert.
Datenabhängig
Daten abhängig bedeutet, dass die Wirtschaft den Takt angibt. Es gibt jedoch zwei Probleme. Es ist schwierig die Auswirkungen der Zinspolitik im Hinblick auf ein Dutzend Faktoren zu extrahieren, welche die US Wirtschaft beeinflussen. Der Immobiliensektor ist einer der für die Zinspolitik anfälligsten Sektoren und hier zeigt sich deutlich, dass die Zinsen bereits erhebliche Auswirkungen zeigten. Die Verkäufe bestehender Immobilien, die etwa 90 % des US Marktes ausmachen, erreichten vor einem Jahr ihr Hoch bei 5,81 Mio. Einheiten. Im Oktober fielen die Verkäufe um 10 % auf 5,22 Mio. Einheiten und im November wird es wahrscheinlich zu einem Rückgang auf 5,20 Mio. Einheiten kommen. Gleichzeitig ist die Wirtschaft stark und in den ersten 3 Quartalen kam es zu einem jährlichen Wachstum von 3,3 %.
Zweitens ist zu beachten, dass nie alles Gleich ist. Sollte sich die US Wirtschaft im nächsten Jahr verlangsamen, so kann dies auf den kumulativen Effekt der höheren Zinssätze oder aber auch eine Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums zurückgeführt werden. Hinzu kommen die Auswirkungen der Handelsspannungen mit China, welche sich bei den US Produzenten und der Landwirtschaft bemerkbar machen dürften. Selbst im optimales den Fall ist es schwierig zu sagen, was genau die Wirtschaft beeinflussen wird. Das einzige was man grob sagen kann ist, ob die Wirtschaft höhere Zinssätze verträgt. Über die Zukunft sagt das natürlich nur wenig aus.
Eine weitere Überlegung der Gouverneure wird der starken Rückgang an den Aktienmärkte der vergangenen 10 Wochen sein. Die großen US Indizes liegen alle unter dem Jahresdurchschnitt: Dow -4,5%, S&P500 4,8% und Nasdaq Composite 2,2% (9:45 EST, 18.12.2018). Die Fed hat jedoch keine bestimmten Marktniveaus im Visier. Seit den Wahlen 2016 verzeichnen die US Aktien weiterhin gute Gewinne, daran ändert auch der letzte Rückgang nichts.
Projektionen
Die FOMC und die Ökonomen der Bank gegen viermal im Jahr ihre Prognosen für die Wirtschafts- und Zinspolitik heraus.
Bei der letzten Veröffentlichung im September lag die Schätzung für das US Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 bei 3,1 %, für das Jahr 2019 bei 2,5 % und für das Jahr 2020 bei 2,0 %, sowie 1,8% in 2021.
Die Fed Fund Rate Projektionen lagen bei 2,4% zum Ende dieses Jahres, was mit einer Zinserhöhung am Mittwoch erreicht wird. Für Dezember 2019 liegt sie bei 3,1%, was drei 0,25% Zinserhöhung bis 3,25% bedeuten würde und Ende 2020 rechnet man mit 3,4%, also nach noch einer weiteren Zinserhöhung. Die Zinsen bleiben bis 2021 bei 3,4% und fallen dann auf 3,0%.
Der Markt wird genau verfolgen, ob und wie stark die Prognosen nach unten korrigiert werden.
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