EZB Preview: Chancen auf eine Zinserhöhung sinken im Jahr 2019 mit rückläufigem Wachstum

  • Es wird angenommen, dass der EZB Rat die Verlangsamung der Eurozonen Wirtschaft über den Beginn des Jahres 2019 hinaus zur Kenntnis nimmt.
  • Der IWF hat die weltweiten Wirtschaftsaussichten für die entwickelten Volkswirtschaften gesenkt
  • Die Unsicherheit rund um das globale Wachstum und den Brexit werden dazu führen, dass die EZB ihre Forward Guidance zu den Zinssätzen bis Juni nicht ändert

Der EZB Rat wird seine 1. Sitzung seit dem Ende des Anleihekaufprogramms im Dezember haben und es ist zu vermuten, dass die Zentralbank am Donnerstag den 24. Januar zur Kenntnis nimmt, dass die Verlangsamung der Wirtschaft der Eurozone länger als erwartet anhält.

Die Tatsache dass die Verlangsamung in der Eurozone stärker ist und länger als erwartet anhält, wurde durch die neueste Veröffentlichung des IWF zu den Wirtschaftsaussichten der Welt bestätigt.

Die Produktionsschwierigkeiten des deutschen Automobilsektors und die geringere Auslandsnachfrage werden das Wachstum im Jahr 2019 belasten, während Italien mit Finanzrisiken konfrontiert wird.

Die Wirtschaft der Eurozone soll im Jahr 2019 lediglich 1,6 % wachsen und im Jahr 2020 sollen es 1,7 % sein. Die deutsche BIP Prognose wurde durch den IWF für das Jahr 2019 auf 1,3 % gesenkt, nach dem die deutsche Wirtschaft im Jahr 2018 mit 1,5 % ihr langsamstes Wachstum seit 5 Jahren aufwies. Das Wirtschaftswachstum Italiens liegt 2019 nur noch bei 0,6 %, nach 1,0 % im Jahr 2018, bevor es 2020 zu einer Erholung auf 0,9 % kommt.

Die zukunftsweisenden Indikatoren wie die PMIs signalisieren eine Verlangsamung der Geschäftstätigkeit auf ein Mehrjahrestief, während die anhaltende Unsicherheit rund um den Handelskrieg und die negativen Auswirkungen von Brexit ebenfalls Belastungsfaktoren darstellen.

EZB Präsident Mario Draghi leistete Pionierarbeit, in dem er bereits die Aussichten für die Wirtschaft der Eurozone dämpfte, während er in der vergangenen Woche vor dem Europäischen Parlament sprach und sagte, dass „die jüngst wirtschaftlichen Entwicklungen schwächer als erwartet ausgefallen sind.“

Im Dezember zeigt die Prognose der Zentralbank, dass die Eurozone im Jahr 2019 um 1,7 % wächst und obwohl eine neue Prognose erst im März vorliegen wird, wird der EZB-Rat bereits jetzt ein schwächeres Wachstum anerkennen, so dass die geldpolitischen Aussichten dovish bleiben.

Die Wahrscheinlichkeit einer EZB Zinserhöhung im Dezember wird bereits ausgepreist und der Markt rechnet nun damit, dass die EZB Geldpolitik in diesem Jahr unverändert bleibt.

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