Trotz der dynamischen Wirtschaftserholung in der Eurozone will die Inflation nicht anspringen. Insofern sollte die Europäische Zentralbank beim Anpassen der Forward Guidance Vorsicht walten lassen, bis es ausreichend Hinweise gibt, dass die Inflation sich auf den Zielwert von 2 Prozent zubewegt.
Inflation in der Eurozone bleibt gedämpft
Die EZB blickt bei der Inflation vor allem auf Veränderungen der Kernrate, wobei Energie- und Nahrungsmittelpreise außen vor bleiben. Diese Kenngröße lag im Februar bei lediglich 1,0 Prozent - das ist der tiefste Wert seit über einem Jahr.
Grund dafür ist unter anderem der starke Euro, der innerhalb eines Jahres um gut 15 Prozent zum Greenback aufgewertet hat. Aber auch die noch immer hohe Arbeitslosenquote im südlichen Teil Europas macht der Inflation zu schaffen. Dadurch macht das Lohnwachstum schlapp und dämpft den Preisdruck.
EZB sollte sich im März alle Optionen offen halten
Insofern sollte sich die EZB auf der Sitzung im März alle Optionen offen halten. Das wird die Märkte wahrscheinlich enttäuschen und so den Euro weiter gen Süden befördern. Wichtige Entscheidungen bezüglich der geldpolitischen Ausrichtung der EZB erwarte ich erst Mitte des Jahres.
März-Zinserhöhung der Fed gilt als ausgemachte Sache
Die Federal Reserve trifft sich zwei Wochen nach der geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte gilt als ausgemachte Sache. Ein Auge werden die Marktteilnehmer vor allem auf die Zinsprojektionen der Fed-Mitglieder werfen.
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